Menstruation im Stadtalltag: Was nicht-zyklusgerechtes Leben mit Beschwerden macht aus TCM-Sicht

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Unser moderner Alltag im Stadtleben kann ganz schön an uns zehren. Gerade wenn es um den weiblichen Zyklus geht, scheinen Hektik und Stress oft die Oberhand zu gewinnen. Viele Frauen kennen das: Menstruationsbeschwerden, die den Alltag erschweren. Doch was steckt dahinter, und wie kann die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hier helfen? Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie der Stadtalltag unseren Zyklus beeinflusst und wie wir mit TCM-Prinzipien wieder mehr Balance finden können.

Schlüsselgedanken aus TCM-Sicht

  • Der moderne Lebensstil mit Stress und unregelmässigen Essenszeiten kann das empfindliche Gleichgewicht von Qi und Blut im weiblichen Körper stören.

  • In der TCM sind Qi (Energie) und Blut die Basis für einen gesunden Menstruationszyklus; Ungleichgewichte führen zu Beschwerden.

  • Häufige Probleme wie Leber-Qi-Stagnation durch Stress oder Milz-Qi-Mangel durch Verdauungsstörungen sind im Stadtalltag weit verbreitet.

  • Akupunktur, Kräutertherapie, angepasste Ernährung und Lebensstiländerungen sind wirksame TCM-Methoden zur Linderung von Menstruationsbeschwerden.

  • Auch im hektischen Stadtleben ist es möglich, einen zyklusgerechten Rhythmus zu finden und durch Selbstfürsorge mehr Wohlbefinden zu erreichen.

Menstruation im Stadtalltag: Eine TCM-Perspektive

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Warum der moderne Lebensstil den Zyklus beeinflusst

Das Leben in der Stadt ist oft schnelllebig und fordernd. Hektik, Stress, unregelmässige Essenszeiten und wenig Schlaf – all das sind Faktoren, die unseren Körper stark beeinflussen können. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind diese äusseren Einflüsse eng mit unserem inneren Gleichgewicht verbunden. Besonders der weibliche Zyklus, der von Natur aus rhythmisch und sensibel ist, kann durch diese modernen Lebensgewohnheiten aus dem Takt geraten. Wir leben oft gegen unsere natürliche innere Uhr, was sich auf unser Qi und Blut auswirkt, die Grundlagen für eine gesunde Menstruation.

Was die TCM unter einem gesunden Zyklus versteht

In der TCM betrachten wir den weiblichen Zyklus als ein Spiegelbild des harmonischen Zusammenspiels von Qi und Blut. Ein gesunder Zyklus ist regelmässig, schmerzfrei und die Blutung ist von normaler Farbe und Menge. Er ist geprägt von einem stetigen Fluss, der sich an die verschiedenen Phasen anpasst. Die TCM beschreibt typischerweise vier Phasen des Zyklus, die jeweils eigene Bedürfnisse an Qi und Blut haben:

  • Regelblutung: Hier steht das Bewegen und Nähren von Qi und Blut im Vordergrund.

  • Postmenstruelle Phase: Nach der Blutung ist das Yin und Blut relativ leer; es geht darum, Leber-Blut und Nieren-Yin zu nähren.

  • Zyklusmitte: Um den Eisprung herum nehmen Blut und Yin zu; hier wird die Essenz genährt.

  • Prämenstruelle Phase: Qi und Blut konzentrieren sich, die Zirkulation wird gefördert.

Wenn dieser Fluss gestört ist, können Beschwerden auftreten.

Häufige Beschwerden im Stadtalltag

Viele Frauen, die in der Stadt leben, klagen über ähnliche Probleme im Zusammenhang mit ihrer Menstruation. Dazu gehören:

  • Unregelmässige Zyklen: Die Periode kommt zu früh, zu spät oder bleibt ganz aus.

  • Schmerzhafte Menstruation (Dysmenorrhoe): Krämpfe, Ziehen im Unterleib, oft begleitet von dunklen Blutklumpen.

  • Prämenstruelles Syndrom (PMS): Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Reizbarkeit in der Woche vor der Blutung.

  • Starke oder schwache Blutungen: Sowohl zu starke als auch zu schwache Blutungen können auf ein Ungleichgewicht hinweisen.

  • Zwischenblutungen: Blutungen ausserhalb der eigentlichen Menstruationszeit.

Diese Symptome sind oft ein Zeichen dafür, dass der Körper versucht, auf die Belastungen des modernen Lebens zu reagieren. Die TCM bietet hierfür differenzierte Erklärungen und Lösungsansätze.

Qi und Blut: Die Säulen des weiblichen Zyklus

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In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) betrachten wir den weiblichen Körper als ein komplexes System, in dem alles miteinander verbunden ist. Zwei der wichtigsten Säulen für einen gesunden Menstruationszyklus sind Qi und Blut. Stell dir Qi als die Lebensenergie vor, die alles in Bewegung hält, und Blut als die nährende Substanz, die den Körper versorgt.

Die Rolle von Qi für einen reibungslosen Fluss

Qi ist die treibende Kraft hinter allen Körperfunktionen. Es sorgt dafür, dass alles fliesst – von der Verdauung bis hin zum Blutkreislauf. Im Kontext des Zyklus ist es das Qi, das dafür sorgt, dass das Blut zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Gebärmutter fliesst. Wenn das Qi stagniert, also ins Stocken gerät, kann das wie ein Stau auf einer Autobahn sein. Nichts kommt mehr richtig voran. Stress im Stadtalltag ist oft ein grosser Verursacher für solche Qi-Stagnationen, besonders im Bereich der Leber, die für den freien Fluss des Qi zuständig ist. Dies kann sich dann direkt auf den Zyklus auswirken, indem die Menstruation unregelmässig wird oder Schmerzen auftreten.

Blut als Nährstoff und Basis für die Menstruation

Blut ist in der TCM nicht nur das rote, flüssige Medium, das wir kennen. Es ist auch die Grundlage für Yin, für Substanz und Nährung. Während des Zyklus baut sich das Blut in der Gebärmutter auf, um dann während der Menstruation abgestossen zu werden. Ein Mangel an Blut kann zu Symptomen wie Müdigkeit, blasser Gesichtsfarbe oder auch zu einer spärlichen Menstruation führen. Umgekehrt kann ein Übermass an Hitze im Blut, oft durch ungünstige Ernährung oder Stress verursacht, zu einer stärkeren oder schmerzhafteren Blutung mit dunklen Klumpen führen. Ein gesunder Zyklus hängt also von einem harmonischen Zusammenspiel von Qi, das den Fluss reguliert, und Blut, das die notwendige Substanz liefert, ab.

Wenn Qi und Blut aus dem Gleichgewicht geraten

Geraten Qi und Blut aus dem Gleichgewicht, zeigt sich das oft in verschiedenen Beschwerden:

  • Leber-Qi-Stagnation: Führt oft zu PMS-Symptomen wie Reizbarkeit, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen vor der Periode. Der Fluss ist blockiert.

  • Blut-Stase: Wenn das Blut stagniert, entstehen oft Schmerzen während der Menstruation, manchmal mit dunklen Klumpen. Dies kann durch Kälte oder Hitze im Blut verschlimmert werden.

  • Blut-Mangel: Kann sich durch eine schwache, spärliche Blutung, Müdigkeit und trockene Haut äussern. Hier fehlt die nährende Substanz.

  • Qi-Mangel: Führt zu Erschöpfung, besonders nach der Periode, und kann die Menstruation unregelmässig machen oder die Blutung schwächen.

Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist der erste Schritt, um die Ursachen von Menstruationsbeschwerden aus TCM-Sicht zu erkennen und gezielt anzugehen.

Häufige Ungleichgewichte und ihre Ursachen

Im modernen Stadtalltag sind Frauen oft einem ständigen Druck ausgesetzt. Dieser Lebensstil kann das empfindliche Gleichgewicht von Qi und Blut stören, was sich auf den Menstruationszyklus auswirkt. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es einige häufige Muster, die zu Beschwerden führen können.

Leber-Qi-Stagnation: Stress und seine Folgen

Die Leber ist in der TCM für den freien Fluss von Qi im Körper verantwortlich. Wenn du unter chronischem Stress stehst, sei es durch berufliche Anforderungen, familiäre Belastungen oder einfach den Trubel der Stadt, kann das Qi der Leber ins Stocken geraten. Stell dir das wie einen Stau auf einer Autobahn vor – nichts kommt mehr richtig voran. Diese Stagnation kann sich vor der Menstruation durch Reizbarkeit, Brustspannen, Kopfschmerzen oder auch unregelmässige Zyklen bemerkbar machen. Der Stress des Alltags ist oft der Hauptauslöser für diese Blockade.

Milz-Qi-Mangel: Verdauung und Energie im Ungleichgewicht

Die Milz spielt eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von Nahrung in Qi und Blut. Wenn du dich oft müde fühlst, Verdauungsprobleme hast oder zu Heisshunger neigst, könnte deine Milz geschwächt sein. Ein Mangel an Milz-Qi bedeutet, dass dein Körper nicht genug Energie und Nährstoffe produzieren kann, um den Zyklus optimal zu unterstützen. Dies kann zu schwachen oder ausbleibenden Perioden führen, aber auch zu Müdigkeit und Blässe, besonders nach der Menstruation, wenn der Körper Blut verliert und neue Energie aufbauen muss.

Blut-Stase und Hitze: Entzündungen und Schmerzen

Manchmal gerät nicht nur das Qi ins Stocken, sondern auch das Blut selbst. Blut-Stase äussert sich oft durch Schmerzen während der Menstruation, die als krampfartig oder stechend beschrieben werden. Dunkle Blutklumpen im Menstruationsblut sind ein häufiges Zeichen dafür. Wenn sich zusätzlich Hitze entwickelt, zum Beispiel durch Entzündungen oder eine ungünstige Ernährung (zu viel Schärfe, Alkohol, fettes Essen), kann dies die Schmerzen verstärken und zu einer stärkeren, aber auch schmerzhafteren Blutung führen. Manchmal zeigt sich diese Hitze auch durch eine rote Zunge mit dunklen Flecken.

TCM-Ansätze zur Linderung von Menstruationsbeschwerden

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Akupunktur und Kräutertherapie gezielt einsetzen

Wenn du unter Menstruationsbeschwerden leidest, kann die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) dir auf vielfältige Weise helfen. Es geht darum, die Ursachen deiner Beschwerden zu verstehen und sie gezielt zu behandeln. Zwei Säulen der TCM, die hierbei besonders zum Tragen kommen, sind die Akupunktur und die Kräutertherapie.

Die Akupunktur nutzt feine Nadeln, die an bestimmten Punkten auf den Meridianen, den Energiebahnen deines Körpers, platziert werden. Diese Punkte werden sorgfältig ausgewählt, um den Fluss von Qi und Blut zu regulieren, Stagnationen aufzulösen und Ungleichgewichte auszugleichen. Bei Menstruationsbeschwerden können so beispielsweise Schmerzen gelindert, Krämpfe gelöst und die allgemeine Zirkulation verbessert werden. Ein häufiges Muster, das zu Schmerzen führt, ist die Blut-Stase. Hier zielen Akupunkturpunkte darauf ab, das Blut zu bewegen und so den Schmerz zu lindern. Punkte wie Milz 10 (Xue Hai) oder Blase 17 (Ge Shu) werden oft eingesetzt, um Blutstagnation aufzulösen. Auch die Leber, die für den freien Fluss von Qi zuständig ist, spielt eine grosse Rolle. Bei einer Leber-Qi-Stagnation, die sich oft durch Reizbarkeit und Spannungsgefühle vor der Periode zeigt, können Punkte wie Leber 3 (Tai Chong) oder Gallenblase 34 (Yang Ling Quan) helfen, das Qi wieder in Fluss zu bringen.

Die Kräutertherapie ist ein weiterer wichtiger Baustein. Hierbei werden individuelle Rezepturen aus verschiedenen Heilkräutern zusammengestellt, die auf deine spezifische Situation zugeschnitten sind. Die Auswahl der Kräuter richtet sich nach den diagnostizierten Mustern. Bei Blut-Stase und Schmerzen kommen oft Rezepturen zum Einsatz, die das Blut bewegen und nähren. Ein Beispiel hierfür ist die Rezeptur «Ge Xia Zhu Yu Tang», die Kräuter wie Dang Gui (Engelwurz), Chuan Xiong (Szechuan-Liebstock) und Tao Ren (Pfirsichkern) enthält, um die Blutzirkulation zu fördern und Schmerzen zu lindern. Wenn eher ein Mangel an Blut vorliegt, der zu schwachen oder ausbleibenden Perioden führen kann, werden Kräuter wie Dang Gui und Bai Shao (Pfingingros-Wurzel) verwendet, um das Blut zu nähren. Bei Müdigkeit und Erschöpfung, oft verbunden mit einem Milz-Qi-Mangel, können Kräuter wie Huang Qi (Astragalus) und Bai Zhu (Atractylodes) helfen, die Energie aufzubauen.

Die Kunst der TCM liegt darin, die Behandlung genau auf deine individuellen Bedürfnisse abzustimmen.

Ernährung und Lebensstil im Einklang mit dem Zyklus

Neben Akupunktur und Kräutern spielen auch deine täglichen Gewohnheiten eine entscheidende Rolle für dein Wohlbefinden während des Zyklus. Die TCM betrachtet den Körper als ein System, das im Einklang mit den natürlichen Rhythmen funktionieren sollte. Das bedeutet, dass du deine Ernährung und deinen Lebensstil an die verschiedenen Phasen deines Menstruationszyklus anpassen kannst.

  • Während der Menstruation: In dieser Zeit ist dein Körper darauf ausgerichtet, das Blut auszuscheiden. Es ist ratsam, auf stark erhitzende oder stark abkühlende Speisen zu verzichten. Warme, nährende Mahlzeiten wie Suppen oder Eintöpfe sind gut verträglich. Vermeide rohe Kost, kalte Getränke und übermässigen Genuss von scharfen oder stark zuckerhaltigen Lebensmitteln, da diese den Qi- und Blutfluss beeinträchtigen können.

  • Nach der Menstruation (Follikelphase): Dein Körper beginnt nun, das Blut und das Yin aufzubauen. Jetzt ist eine gute Zeit, um den Körper mit nährenden Lebensmitteln zu unterstützen. Dazu gehören eisenreiche Lebensmittel, aber auch solche, die das Blut und das Yin nähren, wie zum Beispiel Rote Bete, Spinat, Datteln oder Goji-Beeren.

  • Um den Eisprung herum (Ovulationsphase): In dieser Phase ist die Energie am höchsten. Eine ausgewogene Ernährung ist hier wichtig. Achte auf genügend Eiweiss und gesunde Fette.

  • Vor der Menstruation (Lutealphase): In dieser Zeit kann es zu einem Qi- und Blut-Stau kommen, der sich in PMS-Symptomen äussert. Hier ist es hilfreich, auf eine gute Verdauung zu achten und Lebensmittel zu meiden, die zu Blähungen oder Verstopfung führen. Ingwer, Fenchel und leicht verdauliche Getreidearten können unterstützend wirken. Vermeide übermässigen Konsum von Kaffee und Alkohol, da diese den Körper zusätzlich belasten können.

Was den Lebensstil betrifft, so ist es wichtig, auf ausreichend Schlaf zu achten und Stress zu reduzieren. Physische Aktivität ist gut, sollte aber an die jeweilige Zyklusphase angepasst werden. Während der Menstruation sind sanfte Bewegungen wie Spaziergänge oder Yoga empfehlenswert, während in anderen Phasen intensivere Aktivitäten möglich sind. Höre auf deinen Körper und passe deine Aktivitäten entsprechend an.

Die Bedeutung der individuellen Diagnose

In der TCM ist es von grösster Wichtigkeit, dass jede Behandlung auf einer sorgfältigen und individuellen Diagnose basiert. Was für die eine Frau hilfreich ist, muss nicht zwangsläufig für eine andere Frau mit ähnlichen Beschwerden die richtige Lösung sein. Die TCM betrachtet den Menschen ganzheitlich, und die Menstruationsbeschwerden sind oft nur ein Symptom für ein tieferliegendes Ungleichgewicht im Körper.

Die Diagnose in der TCM stützt sich auf mehrere Säulen:

  • Zungen-Diagnose: Die Farbe, Form, der Belag und die Feuchtigkeit der Zunge geben Aufschluss über den Zustand der inneren Organe und des Qi und Blutes.

  • Puls-Diagnose: Durch das Fühlen des Pulses an verschiedenen Positionen am Handgelenk kann der Therapeut den Zustand des Qi und Blutes sowie die Funktion der einzelnen Organe beurteilen.

  • Befragung: Detaillierte Fragen zu deinen Symptomen, deinem Lebensstil, deiner Ernährung, deinem emotionalen Zustand und deiner Krankengeschichte sind unerlässlich.

  • Betrachtung: Äussere Anzeichen wie Hautbild, Körperhaltung und Ausdruck werden ebenfalls berücksichtigt.

Basierend auf dieser umfassenden Diagnose wird dann ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dieser kann Akupunktur, Kräutertherapie, Ernährungsberatung und Lebensstiländerungen umfassen. So wird nicht nur das Symptom der Menstruationsbeschwerden behandelt, sondern die Wurzel des Problems angegangen, um langfristig mehr Wohlbefinden zu erreichen. Es ist dieser ganzheitliche Ansatz, der die TCM so wirkungsvoll macht.

Den eigenen Rhythmus im Stadtleben finden

Zyklusgerecht leben trotz Hektik

Das moderne Stadtleben ist oft schnelllebig und fordernd. Termine, Verpflichtungen und der ständige Trubel können es schwierig machen, auf die feinen Signale unseres Körpers zu hören, besonders wenn es um den Menstruationszyklus geht. Doch gerade in dieser Phase ist es wichtig, sich selbst Raum zu geben und den eigenen Rhythmus zu finden. Das bedeutet nicht, dass Sie alles aufgeben müssen, sondern vielmehr, dass Sie lernen, Ihren Alltag bewusst an Ihren Zyklus anzupassen. Kleine Veränderungen können bereits einen grossen Unterschied machen.

Selbstfürsorge als Schlüssel zur Balance

Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um im Gleichgewicht zu bleiben. Gerade während des Zyklus gibt es Phasen, in denen wir mehr Ruhe und Energie benötigen. Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse: Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf, integrieren Sie entspannende Aktivitäten wie Spaziergänge in der Natur oder sanftes Yoga in Ihren Wochenplan. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Versuchen Sie, in der zweiten Zyklushälfte, also nach dem Eisprung bis zur Menstruation, auf zu stark erhitzende oder stark verarbeitete Lebensmittel zu verzichten und stattdessen auf wärmende, nährende Kost zu setzen. Dies kann helfen, das innere Gleichgewicht zu unterstützen und Beschwerden wie PMS zu lindern.

Die Kraft der TCM für mehr Wohlbefinden im Alltag

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet wertvolle Ansätze, um den weiblichen Körper besser zu verstehen und zu unterstützen. Sie lehrt uns, dass der Zyklus kein statischer Zustand ist, sondern ein dynamischer Prozess, der von Qi und Blut angetrieben wird. Wenn diese Energien im Fluss sind, fühlen wir uns wohl. Bei Stagnation oder Mangel können Beschwerden auftreten. Durch gezielte Massnahmen wie Akupunktur, Kräutertherapie, aber auch durch Anpassungen in Ernährung und Lebensstil, können wir diese Ungleichgewichte ausgleichen. Das Ziel ist, den Körper in seiner natürlichen Rhythmik zu unterstützen und so mehr Harmonie und Wohlbefinden in den oft hektischen Stadtalltag zu bringen.

Hier sind einige einfache Tipps, wie Sie die Prinzipien der TCM in Ihren Alltag integrieren können:

  • Achten Sie auf Wärme: Vermeiden Sie Kälte, besonders im Bauchbereich und an den Füssen, vor allem während der Menstruation. Warme Getränke und Speisen können wohltuend sein.

  • Sanfte Bewegung: Regelmässige, aber nicht übermässige Bewegung ist wichtig. Spaziergänge oder leichtes Dehnen können den Qi- und Blutfluss fördern.

  • Stressmanagement: Finden Sie Wege, mit Stress umzugehen. Atemübungen, Meditation oder einfach bewusste Pausen können helfen, Leber-Qi-Stagnation vorzubeugen.

  • Regelmässige Mahlzeiten: Eine gut funktionierende Verdauung ist die Basis für Energie. Vermeiden Sie unregelmässige Essenszeiten und zu viel Rohkost, besonders wenn Sie zu Milz-Qi-Mangel neigen.

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Ein Blick nach vorn: Den Zyklus verstehen und leben

Wir haben gesehen, wie ein Leben, das nicht auf den eigenen Zyklus abgestimmt ist, zu Beschwerden führen kann. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet hier wertvolle Einblicke und Lösungsansätze. Es geht darum, die Signale des Körpers wahrzunehmen und im Einklang mit ihnen zu leben. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Zyklus dich im Alltag stark beeinträchtigt, scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine individuelle Beratung kann dir helfen, die Ursachen deiner Beschwerden besser zu verstehen und passende Wege zu finden, damit du dich in deinem Körper rundum wohlfühlst. Denk daran, dass dein Wohlbefinden im Mittelpunkt steht.

Häufige Fragen

Was versteht die TCM unter dem Fluss von Qi und Blut?

Stell dir Qi wie die Energie vor, die alles antreibt, und Blut wie die Flüssigkeit, die alles nährt. In der TCM sind diese beiden für einen gesunden Körper, besonders für Frauen, super wichtig. Wenn sie gut fliessen, fühlst du dich energiegeladen und dein Zyklus ist im Lot. Wenn sie stocken oder fehlen, kann das zu verschiedenen Beschwerden führen.

Wie beeinflusst Stress meinen Zyklus laut TCM?

Stress ist wie ein Stau auf der Autobahn für dein Qi. Wenn du gestresst bist, kann das Qi der Leber, die für den freien Fluss im Körper zuständig ist, blockieren. Das kann dazu führen, dass dein Zyklus unregelmässig wird, du Schmerzen hast oder deine Stimmung Achterbahn fährt. Die TCM nennt das ‚Leber-Qi-Stagnation‘.

Was bedeutet ein ‚Milz-Qi-Mangel‘ für meinen Zyklus?

Die Milz ist in der TCM für die Verdauung und die Umwandlung von Nahrung in Energie und Blut zuständig. Wenn die Milz zu schwach ist (Milz-Qi-Mangel), kann sie nicht genug Blut produzieren oder Nährstoffe richtig aufnehmen. Das kann sich durch Müdigkeit, Blässe und einen schwachen oder unregelmässigen Zyklus zeigen.

Was sind ‚Blut-Stase‘ und ‚Hitze‘ im Zusammenhang mit Menstruationsbeschwerden?

Blut-Stase bedeutet, dass das Blut nicht richtig fliesst und gerinnt, was zu Schmerzen und Krämpfen führen kann. Hitze entsteht oft, wenn sich im Körper zu viel Energie staut oder durch äussere Einflüsse. Wenn Blut-Stase und Hitze zusammenkommen, kann das starke Schmerzen, Entzündungen und dunkles, klumpiges Menstruationsblut verursachen.

Wie kann Akupunktur oder Kräutertherapie bei Zyklusbeschwerden helfen?

Akupunktur und chinesische Kräuter sind wie massgeschneiderte Werkzeuge in der TCM. Sie können gezielt eingesetzt werden, um das Qi und Blut wieder in Fluss zu bringen, Stagnationen aufzulösen oder Mangelzustände auszugleichen. Eine genaue Diagnose ist wichtig, damit die Behandlung genau auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Kann ich meinen Zyklus auch im hektischen Stadtleben besser unterstützen?

Ja, das ist definitiv möglich! Es geht darum, kleine Oasen der Ruhe zu finden und auf deinen Körper zu hören. Das kann bedeuten, dass du darauf achtest, was du isst, dir bewusst Zeit für Entspannung nimmst oder deinen Tagesablauf etwas an deinen Zyklus anpasst, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Selbstfürsorge ist hier der Schlüssel.

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