In unserer heutigen Gesellschaft nehmen Menschen, die auf bestimmte Reize empfindlicher reagieren, stetig zu. Ob es sich um äussere Einflüsse wie Pollen handelt oder um innere Empfindlichkeiten, die TCM bietet hier einen ganzheitlichen Ansatz. Wir beleuchten, wie die Traditionelle Chinesische Medizin Übersensibilität versteht und welche Wege sie aufzeigt, um das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Besonders die Kombination von Akupunktur und chinesischen Kräutern hat sich als wirkungsvoll erwiesen, um die Abwehrkräfte zu stärken und die Empfindlichkeit zu lindern.
Wichtige Erkenntnisse
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Übersensibilität wird in der TCM als Ungleichgewicht von Qi und Blut betrachtet, oft beeinflusst durch äussere Faktoren und die Konstitution.
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Die Stärkung von Milz und Lunge ist zentral für die Abwehrkraft gemäss TCM-Prinzipien.
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Akupunktur und chinesische Kräuter sind zentrale Säulen der TCM-Behandlung zur Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichts bei Übersensibilität.
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Eine individuelle Diagnose mittels Puls- und Zungenschau ist entscheidend für massgeschneiderte Behandlungspläne.
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Ergänzende Massnahmen wie Ernährungsumstellung und Stressmanagement unterstützen die Behandlung und fördern nachhaltige Erfolge.
Übersensibilität aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin
Was bedeutet Übersensibilität in der TCM?
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) betrachten wir Übersensibilität nicht als eine eigenständige Krankheit, sondern als ein Ungleichgewicht im Körper. Stell dir vor, dein Körper ist wie ein feines Orchester, bei dem alle Instrumente harmonisch zusammenspielen müssen. Wenn ein Instrument zu laut ist oder aus dem Takt gerät, stört das die gesamte Melodie. Ähnlich ist es bei Übersensibilität: Bestimmte Körperfunktionen oder Sinneswahrnehmungen sind übermässig stark ausgeprägt, was zu Unbehagen oder Reaktionen führt, die für andere Menschen unauffällig wären.
Das kann sich auf vielfältige Weise zeigen: Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber äusseren Reizen wie Licht, Lärm oder Gerüchen ist häufig. Aber auch eine schnellere körperliche Reaktion auf Nahrungsmittel, Umweltfaktoren oder sogar emotionale Einflüsse kann ein Zeichen dafür sein. Im Grunde genommen reagiert dein System stärker und schneller auf Reize, als es für ein ausgeglichenes Gleichgewicht förderlich wäre.
Die Rolle von Qi und Blut bei Überempfindlichkeit
Das Herzstück der TCM sind Qi (Lebensenergie) und Blut. Sie sind wie die Lebensadern deines Körpers. Qi bewegt und nährt, während Blut den Körper versorgt und befeuchtet. Wenn diese beiden im Fluss sind und in Harmonie zueinander stehen, ist dein Körper stark und widerstandsfähig.
Bei Übersensibilität sehen wir oft, dass entweder das Qi oder das Blut nicht optimal zirkulieren oder geschwächt sind. Ist das Qi schwach, kann es die äusseren Abwehrkräfte nicht richtig aufrechterhalten, was den Körper anfälliger für äussere Einflüsse macht. Ist das Blut mangelhaft oder stagniert es, kann dies zu mangelnder Nährung von Haut und Sinnesorganen führen, was die Empfindlichkeit steigert. Manchmal ist es auch eine Kombination aus beidem, die zu diesem Zustand führt.
Wie äussere Faktoren die Empfindlichkeit beeinflussen
Die TCM unterscheidet zwischen inneren und äusseren Ursachen für Ungleichgewichte. Bei Übersensibilität spielen äussere Faktoren eine grosse Rolle. Dazu zählen:
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Klimatische Einflüsse: Wind, Kälte, Hitze oder Feuchtigkeit können, besonders wenn sie in einer ungünstigen Zeit oder Intensität auftreten, das körpereigene Gleichgewicht stören. Stell dir vor, du bist dem Wind ausgesetzt, wenn deine Abwehrkräfte gerade schwach sind – das kann schnell zu einer Erkältung oder eben zu einer erhöhten Empfindlichkeit führen.
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Umweltgifte: Schadstoffe in der Luft, im Wasser oder in der Nahrung können das System belasten und die natürliche Widerstandskraft schwächen.
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Ernährung: Bestimmte Nahrungsmittel, insbesondere solche, die schwer verdaulich sind oder das System belasten (wie stark verarbeitete Produkte, zu viel Zucker oder Milchprodukte), können das innere Gleichgewicht stören und zu Reaktionen führen.
Diese äusseren Einflüsse können auf einen Körper treffen, der vielleicht schon eine gewisse Grundempfindlichkeit mitbringt, sei es durch Veranlagung oder frühere Ungleichgewichte. Sie sind dann oft der Auslöser, der die Übersensibilität zum Vorschein bringt oder verstärkt.
Ursachen von Übersensibilität nach TCM-Prinzipien
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Wenn wir in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) über Übersensibilität sprechen, meinen wir oft eine Art energetische Überreaktion des Körpers. Es ist, als ob dein System auf Reize, die für andere Menschen unproblematisch sind, mit einer übermässigen Antwort reagiert. Das kann sich auf vielfältige Weise zeigen, sei es bei Allergien, Hautempfindlichkeiten oder auch einer allgemeinen Reizbarkeit.
Schwäche des Immunsystems und seine TCM-Entsprechung
In der TCM betrachten wir das Immunsystem als die Abwehrkraft des Körpers, das sogenannte Wei Qi. Dieses Wei Qi zirkuliert auf der Oberfläche und schützt uns vor äusseren pathogenen Einflüssen, wie Viren, Bakterien oder auch Umweltgiften. Wenn dieses Wei Qi geschwächt ist, kann es seine Schutzfunktion nicht mehr richtig erfüllen. Stell dir eine Burg vor, deren Mauern bröckeln – Eindringlinge haben es dann viel leichter. Eine Schwäche des Wei Qi kann dazu führen, dass äussere Faktoren, die normalerweise harmlos wären, den Körper belasten und zu Reaktionen führen, die wir als Übersensibilität wahrnehmen.
Die Bedeutung von Milz und Lunge für die Abwehrkraft
Besonders zwei Organe spielen in der TCM eine zentrale Rolle für unsere Abwehrkraft: die Milz und die Lunge. Die Milz ist dafür zuständig, die Nahrung, die wir zu uns nehmen, in Energie und Blut umzuwandeln. Sie ist die Quelle unseres Qi und Blutes und damit auch die Basis für ein starkes Wei Qi. Wenn die Milz schwach ist, zum Beispiel durch unregelmässige Ernährung, zu viel Rohkost oder Stress, kann sie nicht genügend Qi und Blut produzieren. Das führt zu einer allgemeinen Schwäche und beeinträchtigt die Abwehrkraft.
Die Lunge hingegen ist eng mit dem Wei Qi verbunden. Sie ist dafür verantwortlich, die Luft, die wir atmen, zu verarbeiten und das Qi im Körper zu verteilen. Eine geschwächte Lunge, oft durch chronischen Stress, emotionale Belastungen oder auch durch äussere Faktoren wie trockene Luft, kann ebenfalls zu einer verminderten Abwehrkraft führen. Wenn Lunge und Milz nicht optimal zusammenarbeiten, ist unser Körper anfälliger für äussere Einflüsse, was sich in erhöhter Empfindlichkeit äussern kann.
Einfluss von Emotionen und Lebensstil auf die Empfindlichkeit
Es ist wichtig zu verstehen, dass in der TCM Körper und Geist untrennbar verbunden sind. Starke oder langanhaltende Emotionen wie Ärger, Sorge oder Angst können das energetische Gleichgewicht unseres Körpers stören und Organe schwächen. Chronischer Stress beispielsweise belastet die Milz und die Leber, was wiederum die Produktion von Qi und Blut beeinträchtigt und die Abwehrkraft schwächt. Auch ein ungesunder Lebensstil mit unausgewogener Ernährung, Schlafmangel oder zu wenig Bewegung kann die Milz und die Lunge schwächen und uns empfindlicher machen.
Manchmal sind es auch äussere Faktoren, die uns zu schaffen machen. Dazu zählen Umweltbelastungen, aber auch die Art und Weise, wie wir mit unserer Umwelt interagieren. Wenn wir beispielsweise ständig mit Allergenen in Kontakt kommen, kann das System überfordert werden. Die TCM betrachtet diese Faktoren als wichtige Bausteine, die zu einer Übersensibilität führen können, und sucht nach Wegen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Hier eine Übersicht, wie diese Faktoren zusammenspielen können:
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Schwäche von Milz und Lunge: Dies ist oft die Wurzel des Problems, da sie die Basis für die Abwehrkraft bilden.
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Emotionale Belastungen: Anhaltender Stress oder starke Gefühle können die Organe schwächen.
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Ungesunder Lebensstil: Ernährung, Schlaf und Bewegung beeinflussen direkt die Energieproduktion und Abwehr.
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Äussere Einflüsse: Umweltfaktoren und ständige Exposition gegenüber Reizen können das System überfordern.
Es ist also ein Zusammenspiel aus innerer Konstitution und äusseren Einflüssen, das bestimmt, wie empfindlich wir auf unsere Umwelt reagieren.
Behandlung mit Akupunktur und Chin. Kräutern bei Übersensibilität
Wie Akupunktur das energetische Gleichgewicht wiederherstellt
Akupunktur ist eine Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die darauf abzielt, das feine Gleichgewicht des Qi, unserer Lebensenergie, wiederherzustellen. Bei Übersensibilität kann es zu einem Ungleichgewicht kommen, bei dem das Qi entweder blockiert ist oder zu schwach fliesst. Stellen Sie sich das wie einen Fluss vor, der an manchen Stellen über die Ufer tritt und an anderen fast versiegt. Akupunkturpunkte sind wie strategisch platzierte Schleusen und Dämme in diesem Fluss. Durch das Setzen feiner Nadeln an spezifischen Punkten können wir den Fluss des Qi lenken, Blockaden lösen und schwache Bereiche stärken.
Die Auswahl der Punkte hängt stark von Ihrer individuellen Diagnose ab. Wir suchen nach Punkten, die helfen, das Qi zu bewegen, Hitze zu klären, Feuchtigkeit auszuleiten oder das Blut zu nähren – je nachdem, was Ihre Übersensibilität verursacht. Zum Beispiel können Punkte wie Magen 36 (Zusanli) und Milz 6 (Sanyinjiao) helfen, das Qi und Blut zu stärken und Feuchtigkeit zu transformieren, was oft eine Rolle bei Hautempfindlichkeiten spielt. Andere Punkte, wie Dickdarm 4 (Hegu) und Leber 3 (Taichong), sind bekannt dafür, Qi-Stagnationen aufzulösen, die sich oft als innere Unruhe oder Verspannungen äussern können.
Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei und viele Klienten empfinden die Nadelung als entspannend. Die Anzahl der Sitzungen variiert, aber oft sehen wir erste positive Veränderungen bereits nach wenigen Behandlungen. Es ist ein Prozess, der Geduld erfordert, aber das Ziel ist, Ihre körpereigene Widerstandskraft zu stärken, sodass Sie weniger empfindlich auf äussere Reize reagieren.
Chinesische Kräuterrezepturen zur Stärkung und Harmonisierung
Neben der Akupunktur sind chinesische Kräuter eine weitere mächtige Methode, um Übersensibilität auf tieferer Ebene zu behandeln. In der TCM betrachten wir Kräuter nicht isoliert, sondern als Teil einer sorgfältig zusammengestellten Formel, die auf Ihre spezifische Konstitution und die Art Ihrer Beschwerden abgestimmt ist. Jede Pflanze hat ihre eigene energetische Qualität – ihre Temperatur (kalt, kühl, neutral, warm, heiss), ihren Geschmack (sauer, bitter, süss, scharf, salzig) und ihre Wirkung auf bestimmte Organe und Energiebahnen.
Für Übersensibilität können wir verschiedene Ansätze verfolgen:
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Stärkung der Abwehrkräfte (Wei Qi): Oft ist eine Schwäche des Immunsystems die Wurzel des Problems. Kräuter wie Huang Qi (Astragalus) oder Ren Shen (Ginseng) können helfen, das Qi zu stärken und die äussere Abwehr zu festigen.
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Klärung von Hitze und Feuchtigkeit: Wenn sich im Körper Hitze oder Feuchtigkeit angesammelt hat, kann dies zu Entzündungen und Juckreiz führen. Kräuter wie Huang Lian (Coptis) oder Huang Qin (Scutellaria) kühlen und trocknen, während Fu Ling (Poria) Feuchtigkeit ausleitet.
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Harmonisierung von Emotionen: Da Emotionen wie Stress oder Angst die Empfindlichkeit verstärken können, setzen wir Kräuter ein, die das Shen (Geist) beruhigen, wie z.B. Suan Zao Ren (Semen Ziziphi Spinosae) oder Yuan Zhi (Polygala).
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Nährung von Yin und Blut: Bei trockener Haut oder einem Gefühl von innerer Hitze können Kräuter wie Sheng Di Huang (Rehmannia) oder Dang Gui (Angelica Sinensis) das Yin und Blut nähren.
Die Kräuter werden meist als Dekokt (abgekochter Sud) oder als Granulat eingenommen. Die genaue Zusammensetzung und Dosierung wird individuell für Sie festgelegt. Es ist wichtig zu wissen, dass Kräuter eine gewisse Zeit benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Regelmässige Einnahme ist daher entscheidend für den Erfolg.
Die Kunst der Kräuterrezeptur liegt darin, die richtige Balance zu finden. Wir wollen die Ursache der Übersensibilität angehen, ohne dabei andere Bereiche des Körpers zu schwächen. Eine gut abgestimmte Formel wirkt synergistisch und unterstützt den Körper auf vielfältige Weise.
Die Kombination von Akupunktur und Kräutern für nachhaltige Erfolge
Die wahre Stärke der TCM liegt oft in der synergetischen Kombination verschiedener Therapieansätze. Akupunktur und Kräuter ergänzen sich auf wunderbare Weise, um bei Übersensibilität tiefgreifende und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Während die Akupunktur schnell auf den Energiefluss einwirkt und Blockaden löst, arbeiten die Kräuter im Hintergrund, um die innere Konstitution zu stärken und die zugrunde liegenden Ungleichgewichte zu korrigieren.
Stellen Sie sich vor, die Akupunktur öffnet die Kanäle, damit das Qi wieder frei fliessen kann. Die Kräuter füllen dann die leeren Speicher auf, klären die überflüssigen Ablagerungen und stärken die Organe, die für die Aufrechterhaltung dieses Gleichgewichts zuständig sind. Diese Kombination ermöglicht es uns, sowohl die Symptome Ihrer Übersensibilität zu lindern als auch die Ursachen anzugehen, die dazu führen, dass Sie so empfindlich reagieren.
Die Behandlung wird immer auf Ihre spezifische Situation zugeschnitten. Wir beginnen mit einer gründlichen Diagnose, um zu verstehen, wo genau das Ungleichgewicht liegt. Basierend darauf erstellen wir einen Behandlungsplan, der Akupunkturpunkte und eine Kräuterformel umfasst, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Dieser ganzheitliche Ansatz führt oft zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome und einer gesteigerten Widerstandsfähigkeit gegenüber Auslösern, die Sie bisher stark beeinträchtigt haben.
Individuelle Therapieansätze für Ihre Bedürfnisse

Diagnostik: Puls- und Zungendiagnose in der TCM
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) betrachten wir den Menschen ganzheitlich. Das bedeutet, dass wir nicht nur die Symptome betrachten, die Sie gerade erleben, sondern auch Ihre gesamte Konstitution und die tieferliegenden Ursachen Ihrer Beschwerden. Um dies zu erreichen, nutzen wir zwei sehr aufschlussreiche diagnostische Werkzeuge: die Puls- und die Zungendiagnose.
Der Puls verrät uns viel über den Zustand Ihres Qi und Blutes, sowie über die Funktion Ihrer inneren Organe. Wir fühlen nicht nur den Rhythmus, sondern auch die Tiefe, Stärke und Qualität des Pulses an verschiedenen Positionen am Handgelenk. So erhalten wir ein detailliertes Bild von energetischen Ungleichgewichten.
Die Zunge ist wie ein Spiegel Ihres Körpers. Ihre Farbe, Form, Belag und Feuchtigkeit geben uns wichtige Hinweise auf den Zustand Ihres Verdauungssystems, der Leber, des Herzens und anderer Organe. Eine genaue Diagnose ist der Schlüssel zu einer wirksamen Behandlung.
Massgeschneiderte Behandlungspläne für Ihre spezifische Situation
Basierend auf den Erkenntnissen aus der Puls- und Zungendiagnose sowie Ihren individuellen Symptomen erstellen wir einen Behandlungsplan, der genau auf Sie zugeschnitten ist. Es gibt keine Einheitslösungen in der TCM, denn jeder Mensch ist einzigartig.
Wir berücksichtigen dabei:
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Ihre Konstitution: Sind Sie eher hitzig oder kühl? Haben Sie viel Energie oder fühlen Sie sich oft müde?
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Ihre Lebensumstände: Wie sieht Ihr Alltag aus? Gibt es besondere Stressfaktoren?
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Ihre Krankengeschichte: Welche Beschwerden hatten Sie bisher und wie wurden diese behandelt?
Dieser individuelle Ansatz stellt sicher, dass die Therapie nicht nur die Symptome lindert, sondern auch die Wurzel des Problems angeht und Ihre allgemeine Gesundheit langfristig stärkt.
Die Bedeutung der richtigen Kräuterwahl und Akupunkturpunkte
Die Auswahl der richtigen chinesischen Kräuter und Akupunkturpunkte ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Jede Kräuterrezeptur wird individuell zusammengestellt, um die spezifischen Ungleichgewichte in Ihrem Körper zu korrigieren. Ähnlich verhält es sich mit den Akupunkturpunkten: Wir wählen jene aus, die am besten geeignet sind, Ihr Qi und Blut zu harmonisieren und Ihre Beschwerden zu lindern.
Manchmal können wir auf bewährte Rezepturen zurückgreifen, die für bestimmte Muster gut funktionieren. Doch oft ist eine Anpassung nötig, um den sich verändernden Zustand Ihres Körpers während der Behandlung optimal zu unterstützen. So stellen wir sicher, dass Sie die bestmögliche und effektivste Therapie erhalten.
Ergänzende Massnahmen zur Unterstützung der Behandlung
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Neben der direkten Behandlung mit Akupunktur und Kräutern gibt es im Alltag viele Möglichkeiten, wie du deine Genesung aktiv unterstützen kannst. Diese Massnahmen sind oft das Zünglein an der Waage für nachhaltige Erfolge und helfen, das neu gewonnene Gleichgewicht zu festigen.
Ernährungsempfehlungen nach TCM
Die Ernährung ist ein Grundpfeiler der TCM. Sie ist nicht nur dazu da, den Körper zu nähren, sondern auch, um das Qi und Blut zu stärken und schädliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Hitze aus dem Körper zu leiten. Bei Übersensibilität ist es oft ratsam, den Fokus auf eine milzstärkende Kost zu legen. Das bedeutet, warme, gekochte Speisen zu bevorzugen und auf stark erhitzende oder stark abkühlende Nahrungsmittel zu verzichten. Kalte, feuchte Lebensmittel, wie rohe Salate, Eiscreme oder sehr fettige Speisen, können die Milz belasten und die Entstehung von Feuchtigkeit im Körper fördern, was wiederum die Empfindlichkeit erhöhen kann.
Eine ausgewogene Ernährung nach TCM bedeutet, die Mitte zu stärken.
Hier sind einige allgemeine Empfehlungen:
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Bevorzuge: Gekochtes Getreide (Reis, Hirse), gedünstetes Gemüse, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch und Fisch in Massen, warme Suppen und Eintöpfe.
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Reduziere oder meide: Rohe Früchte und Gemüse (besonders in grossen Mengen), Milchprodukte (können Schleim bilden), Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel, scharfe Gewürze, Alkohol und Kaffee.
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Achte auf: Regelmässige Essenszeiten und eine ruhige Atmosphäre während der Mahlzeiten.
Lebensstil und Stressmanagement
Stress ist ein grosser Faktor, der das Qi und Blut im Körper blockieren kann. Wenn das Qi stagniert, kann dies zu einer Vielzahl von Symptomen führen, einschliesslich einer erhöhten Empfindlichkeit. Es ist daher wichtig, Wege zu finden, um Stress abzubauen und mehr Ruhe in den Alltag zu bringen.
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Achtsamkeitsübungen: Meditation oder einfache Atemübungen können helfen, den Geist zu beruhigen und die innere Balance zu finden.
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Regelmässige Pausen: Plane bewusst kurze Auszeiten während des Tages ein, um dich zu erholen.
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Grenzen setzen: Lerne, auch mal ‚Nein‘ zu sagen, um Überforderung zu vermeiden.
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Naturaufenthalte: Zeit in der Natur kann sehr erdend und beruhigend wirken.
Die Rolle von Schlaf und Bewegung
Guter Schlaf ist essenziell für die Regeneration des Körpers und die Stärkung des Immunsystems. In der TCM wird dem Schlaf eine grosse Bedeutung beigemessen, da er die Zeit ist, in der sich das Blut und das Yin des Körpers erneuern. Bewegung ist ebenfalls wichtig, um den Fluss von Qi und Blut zu fördern und Stagnationen zu lösen. Hierbei ist es wichtig, eine Form der Bewegung zu wählen, die zu dir passt und dich nicht überfordert.
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Schlafhygiene: Versuche, regelmässige Schlafenszeiten einzuhalten und schaffe eine ruhige Schlafumgebung.
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Sanfte Bewegung: Aktivitäten wie Tai Chi, Qigong oder Spaziergänge sind oft ideal, da sie den Körper kräftigen, ohne ihn zu überlasten.
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Vermeide Überanstrengung: Achte darauf, deinen Körper nicht zu überfordern, besonders wenn du dich schwach fühlst.
Diese ergänzenden Massnahmen sind keine schnellen Lösungen, aber sie sind ein wichtiger Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Behandlung von Übersensibilität. Sie helfen dir, die Ursachen auf einer tieferen Ebene anzugehen und deine Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Fallbeispiele: Erfolgreiche Behandlung von Überempfindlichkeit
Gerne teile ich mit Ihnen einige Beispiele aus meiner Praxis, die zeigen, wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bei verschiedenen Formen von Überempfindlichkeit helfen kann. Diese Fälle verdeutlichen, dass die TCM nicht nur Symptome lindert, sondern oft auch die tieferliegenden Ursachen angeht.
Behandlung von allergischen Ekzemen mit TCM
Eine junge Frau, nennen wir sie Anna, litt seit ihrer Kindheit unter starken Ekzemen, die sich besonders im Gesicht und in den Armbeugen zeigten. Die Haut war gerötet, spannte und juckte unerträglich, besonders nachts. Herkömmliche Behandlungen mit Antihistaminika und Cremes brachten nur kurzfristige Linderung. Nach einer genauen TCM-Diagnose, die eine Schwäche von Qi und Blut sowie eine Anfälligkeit für äussere Feuchtigkeit und Hitze zeigte, stellten wir einen Behandlungsplan zusammen. Wir kombinierten Akupunktur zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Klärung von Hitze und Feuchtigkeit mit einer individuell angepassten Kräuterrezeptur. Schon nach wenigen Wochen bemerkte Anna eine deutliche Verbesserung: Der Juckreiz liess nach, die Haut wurde ruhiger und die Entzündungen klangen ab. Langfristig half die Behandlung, ihre Haut widerstandsfähiger zu machen.
Linderung von Heuschnupfen durch Akupunktur und Kräuter
Ein weiteres häufiges Problem, das wir gut mit TCM behandeln können, ist der Heuschnupfen. Herr Müller, ein 45-jähriger Mann, litt jedes Frühjahr unter tränenden Augen, einer laufenden Nase und Niesanfällen, sobald die Pollen flogen. Seine Lebensqualität war in dieser Zeit stark eingeschränkt. Aus Sicht der TCM betrachten wir Heuschnupfen oft als eine Reaktion des Körpers auf äussere pathogene Faktoren, die auf eine zugrundeliegende Schwäche des Immunsystems (Wei Qi) treffen. Unsere Therapie zielte darauf ab, das Immunsystem zu stärken und die Pollen als «Fremdkörper» besser abwehren zu können. Durch regelmässige Akupunkturbehandlungen und die Einnahme einer spezifischen Kräuterformel, die auf die Lunge und die Abwehrkräfte wirkte, konnte Herr Müller seine Pollenflugzeit deutlich beschwerdefreier geniessen. Er musste seine Notfallmedikamente kaum noch verwenden.
Umgang mit Autoimmunerkrankungen aus TCM-Sicht
Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift, sind komplex. Aus TCM-Sicht sehen wir hier oft eine tiefe Disharmonie im Körper, bei der das Immunsystem seine Unterscheidungsfähigkeit verloren hat. Ein Beispiel ist eine Patientin mit einer chronischen Gelenkentzündung, die auf viele schulmedizinische Medikamente nicht mehr ansprach. Die TCM-Diagnose zeigte eine Kombination aus Kälte und Feuchtigkeit im Körper, die zu Stagnation und Entzündung führte, sowie eine generelle Leere von Qi und Blut. Die Behandlung war hier ein längerer Prozess, der darauf abzielte, die Kälte und Feuchtigkeit auszuleiten, den Qi- und Blutfluss zu harmonisieren und das Immunsystem sanft zu regulieren, ohne es zu unterdrücken. Wir setzten auf eine Kombination aus Akupunktur, Kräutern und diätetischen Anpassungen. Mit der Zeit konnte die Patientin eine deutliche Reduktion der Schmerzen und Schwellungen feststellen und ihre Beweglichkeit verbesserte sich spürbar.
Diese Beispiele zeigen, dass die TCM einen individuellen und ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Es ist immer wieder ermutigend zu sehen, wie der Körper durch die richtige Unterstützung zu seiner Balance zurückfinden kann.
In unserer Rubrik «Fallbeispiele: Erfolgreiche Behandlung von Überempfindlichkeit» zeigen wir, wie Akupunktur Menschen helfen kann, sich besser zu fühlen. Diese echten Geschichten zeigen, wie wir Überempfindlichkeiten erfolgreich behandeln. Möchten Sie mehr erfahren, wie wir Ihnen helfen können? Besuchen Sie unsere Website für weitere Informationen und um einen Termin zu vereinbaren.
Ein Blick nach vorn
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um mit Übersensibilität umzugehen. Anstatt nur die Symptome zu behandeln, schaut die TCM auf das Zusammenspiel von Körper und Geist. Durch die Anwendung von Methoden wie Akupunktur, Kräuterheilkunde und angepasster Ernährung können wir die Ursachen von Überempfindlichkeiten angehen. Es ist ein Weg, der Geduld erfordert, aber oft zu einer spürbaren Verbesserung des Wohlbefindens führt. Wenn du dich von diesem Weg angesprochen fühlst, zögere nicht, dich weiter zu informieren oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Häufig gestellte Fragen zur Übersensibilität und TCM
Was versteht die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) unter Übersensibilität?
In der TCM bedeutet Übersensibilität, dass dein Körper auf Dinge stärker reagiert, als er sollte. Stell dir vor, dein Körper ist wie ein feines Musikinstrument. Wenn es gut gestimmt ist, klingt es harmonisch. Wenn aber etwas nicht stimmt, klingt es schrill oder falsch. Übersensibilität ist so, als wäre dieses Instrument zu empfindlich eingestellt und reagiert auf kleinste Störungen mit einem lauten oder unangenehmen Ton.
Welche Rolle spielen Qi und Blut bei Überempfindlichkeit?
Qi ist deine Lebensenergie und Blut versorgt deinen Körper. Wenn dein Qi und dein Blut stark und im Fluss sind, kann dein Körper äussere Einflüsse gut abwehren. Bei Übersensibilität ist dieser Fluss oft gestört. Das Qi kann schwach sein oder blockiert, und das Blut kann auch nicht richtig zirkulieren. Das macht dich anfälliger für Probleme.
Können äussere Faktoren wie Wetter oder Pollen die Empfindlichkeit beeinflussen?
Ja, absolut! Die TCM nennt das ‚äussere pathogene Faktoren‘. Stell dir vor, dein Körper ist ein Haus. Wenn die Fenster und Türen gut geschlossen sind (also dein Qi und Blut stark sind), kann ein Sturm (wie Pollen oder kaltes Wetter) nicht so leicht eindringen. Aber wenn die Abwehr deines Körpers schwach ist, können diese äusseren Dinge wie ein Sturm dein Haus stürmen und Probleme verursachen, wie zum Beispiel Niesen oder Hautjucken.
Wie kann Akupunktur bei Übersensibilität helfen?
Akupunktur hilft, den Fluss von Qi und Blut wieder ins Lot zu bringen. Stell dir vor, es gibt kleine Staus in den Energiebahnen deines Körpers. Mit feinen Nadeln an bestimmten Punkten kann die Akupunktur diese Staus lösen und dafür sorgen, dass deine Energie wieder frei fliesst. Das stärkt deinen Körper und macht ihn weniger empfindlich.
Sind chinesische Kräuter eine gute Unterstützung bei Überempfindlichkeit?
Ja, chinesische Kräuter sind wie ein starker Helfer für deinen Körper. Es gibt spezielle Kräuter, die darauf abzielen, dein Qi zu stärken, dein Blut zu nähren oder Feuchtigkeit und Hitze aus deinem Körper zu leiten – je nachdem, was deine Übersensibilität verursacht. Sie wirken oft von innen heraus und helfen, die Ursache deines Problems anzugehen, damit du dich langfristig besser fühlst.
Wie finde ich heraus, welche TCM-Behandlung für mich richtig ist?
Das ist ganz wichtig! Ein erfahrener TCM-Therapeut schaut sich genau an, was bei dir los ist. Er oder sie wird deinen Puls fühlen und deine Zunge anschauen. So kann man erkennen, wo genau im Körper das Ungleichgewicht liegt. Danach wird ein persönlicher Behandlungsplan erstellt, der genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist, mit passender Akupunktur und den richtigen Kräutern.



