Bildschirmzeit & Gaming: Wirkung auf Shen, Schlaf und Verdauung aus TCM-Sicht

Person looking away from camera, resting chin on hand, with papers and mug.

Heute tauchen wir in ein Thema ein, das uns alle betrifft, besonders aber unsere Kinder: die Zeit, die wir vor Bildschirmen verbringen. Ob Handy, Tablet oder Computer – die digitalen Geräte sind allgegenwärtig. Aber was macht das eigentlich mit uns, gerade aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)? Wir schauen uns an, wie Bildschirmzeit unser Shen, unseren Schlaf und sogar unsere Verdauung beeinflussen kann. Und ja, wir werfen auch einen Blick auf die Besonderheiten bei Kindern, denn hier ist das Thema Bildschirmzeit TCM Kinder besonders wichtig.

Schlüsselgedanken

  • Bildschirmzeit kann das Shen, den Geist und die Seele, aus dem Gleichgewicht bringen, was sich in Unruhe und Schlafstörungen äussert.

  • Die ständige Reizüberflutung durch digitale Medien stört den natürlichen Schlafrhythmus und kann zu Erschöpfung führen.

  • Digitale Medien können die Verdauung belasten, indem sie die Milz und den Magen aus dem Takt bringen.

  • Ein Übermass an Bildschirmzeit kann den Fluss von Qi und Blut im Körper beeinträchtigen und zu verschiedenen Beschwerden führen.

  • Bei Kindern ist es besonders wichtig, auf die Bildschirmzeit zu achten, um ihre Entwicklung gemäss den Prinzipien der TCM zu unterstützen und ein gesundes Gleichgewicht zu fördern.

Bildschirmzeit und die Auswirkungen auf Shen, Geist und Seele

Person sitting at desk, looking thoughtfully at laptop screen.

Was ist Shen in der TCM?

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Shen weit mehr als nur das, was wir im Westen unter «Geist» verstehen. Shen ist die Essenz unseres Bewusstseins, unsere Vitalität, unsere Fähigkeit zu denken, zu fühlen und zu interagieren. Man könnte es als das Licht bezeichnen, das in unseren Augen leuchtet, oder als die innere Ruhe, die uns Gelassenheit schenkt. Shen ist eng mit dem Herzen verbunden, dem Sitz des Geistes und der Emotionen. Wenn Shen im Gleichgewicht ist, fühlen wir uns zentriert, klar und präsent. Ist es jedoch gestört, kann dies zu Unruhe, Schlaflosigkeit, Ängsten oder auch zu einer gewissen Zerstreutheit führen.

Wie beeinflusst Bildschirmzeit das Shen?

Die ständige Flut von Informationen, Bildern und Reizen, die uns über Bildschirme erreichen, kann unser Shen stark belasten. Stell dir vor, dein Shen ist wie ein ruhiger See. Jede Benachrichtigung, jedes neue Video, jede E-Mail ist wie ein Stein, der in diesen See geworfen wird und Wellen schlägt. Wenn diese Steine ständig fallen, wird der See unruhig und trüb. In der TCM sprechen wir davon, dass das Shen «gestört» oder «unruhig» wird. Dies kann sich durch verschiedene Symptome äussern:

  • Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen: Das Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich.

  • Gereiztheit und innere Unruhe: Man fühlt sich schnell überfordert oder genervt.

  • Konzentrationsschwierigkeiten: Es fällt schwer, sich auf eine Sache zu fokussieren.

  • Gefühl der Leere oder Überforderung: Man fühlt sich erschöpft, obwohl man vielleicht nicht körperlich hart gearbeitet hat.

  • Ängstlichkeit oder Nervosität: Ein ständiges Gefühl der Anspannung.

Besonders die bläuliche Lichtemission von Bildschirmen kann den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus stören, was sich direkt auf die Ruhe des Shen auswirkt. Das ständige «Online-Sein» und die Erwartung, jederzeit erreichbar zu sein, erzeugen einen inneren Druck, der das Shen zusätzlich aufwühlt.

Tipps zur Beruhigung des Shen

Glücklicherweise gibt es Wege, dein Shen zu beruhigen und ihm wieder zu mehr Stabilität zu verhelfen. Es geht darum, bewusste Pausen einzulegen und dem Geist Raum zur Erholung zu geben:

  • Bildschirmfreie Zeiten einplanen: Definiere feste Zeiten am Tag, an denen du bewusst auf Bildschirme verzichtest, besonders vor dem Schlafengehen. Eine Stunde vor dem Zubettgehen ist ideal.

  • Bewegung in der Natur: Spaziergänge im Freien, besonders in der Natur, helfen, den Geist zu klären und das Shen zu erden. Das natürliche Licht und die frische Luft wirken Wunder.

  • Achtsamkeitsübungen und Meditation: Schon wenige Minuten tägliche Meditation oder Atemübungen können helfen, das Gedankenchaos zu reduzieren und das Shen zu zentrieren.

  • Kreative Tätigkeiten: Malen, Schreiben, Musizieren oder Handarbeiten – alles, was deine kreative Seite anspricht und dich in einen Zustand des «Flows» bringt, kann dein Shen nähren.

  • Lesen von Büchern: Das Eintauchen in ein Buch ist eine wunderbare Möglichkeit, den Geist auf eine ruhigere Art zu beschäftigen, als es die schnellen Reize digitaler Medien tun.

Indem du deinem Shen bewusst Ruhepausen gönnst und ihm nährende Aktivitäten bietest, stärkst du seine Fähigkeit, dich durch den Alltag zu tragen. Es ist eine Investition in deine innere Stabilität und dein allgemeines Wohlbefinden.

Schlafstörungen durch digitale Medien aus Sicht der TCM

Die Verbindung zwischen Shen und Schlaf

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist das Shen eng mit unserem Schlaf verbunden. Man kann sich das Shen als das Zentrum unseres Bewusstseins, unserer Gedanken und unserer Emotionen vorstellen. Es ist das, was uns geistig lebendig und klar macht. Wenn das Shen ausgeglichen und ruhig ist, finden wir tiefen und erholsamen Schlaf. Ist es jedoch aufgewühlt oder gestört, kann dies zu Schlafproblemen führen.

Ursachen für Schlafprobleme bei Kindern und Erwachsenen

Digitale Medien, insbesondere Bildschirme, können das Shen auf verschiedene Weisen stören. Das blaue Licht, das von Bildschirmen ausgestrahlt wird, kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin beeinträchtigen. Dies signalisiert dem Körper fälschlicherweise, dass es noch Tag ist, und erschwert das Einschlafen. Hinzu kommt die ständige Reizüberflutung durch Inhalte – sei es Social Media, Spiele oder Videos. Diese Flut an Informationen und Eindrücken hält den Geist wach und kann zu innerer Unruhe führen, was sich direkt auf die Schlafqualität auswirkt. Bei Kindern kann dies besonders problematisch sein, da ihr Nervensystem noch in der Entwicklung ist und empfindlicher auf solche Störungen reagiert.

TCM-Ansätze zur Verbesserung des Schlafs

Aus Sicht der TCM gibt es verschiedene Wege, um den Schlaf zu verbessern und das gestörte Shen zu beruhigen:

  • Bildschirmzeit reduzieren: Versuche, mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen auf alle Bildschirme zu verzichten. Dies gibt deinem Geist die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen.

  • Entspannungsrituale: Etabliere eine beruhigende Abendroutine. Das kann ein warmes Bad sein, das Lesen eines Buches (kein E-Reader mit Hintergrundbeleuchtung!), sanfte Dehnübungen oder eine Tasse beruhigenden Kräutertees wie Kamille oder Melisse.

  • Ernährung anpassen: Vermeide schwere Mahlzeiten, Koffein und Alkohol am Abend. Eine leichte, nahrhafte Kost unterstützt den Körper bei der Regeneration.

  • Kräuter und Akupunktur: In der TCM gibt es bewährte Kräuterrezepturen und Akupunkturpunkte, die gezielt das Shen beruhigen, das Herz-Blut nähren und so zu einem tieferen Schlaf verhelfen können. Präparate wie «Peaceful Nights» oder «Good Dreams Tea» können hier unterstützend wirken, indem sie das Qi entspannen und das Blut nähren.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Schlafstörungen oft ein Zeichen dafür sind, dass das Gleichgewicht im Körper gestört ist. Durch gezielte Massnahmen können wir dem Körper helfen, sich zu erholen und wieder zu einem gesunden Schlafrhythmus zu finden.

Verdauungsprobleme und Bildschirmkonsum

Die Milz und der Magen in der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielen die Milz und der Magen eine zentrale Rolle für unsere Verdauung und damit für unser allgemeines Wohlbefinden. Stell dir die Milz als die «Zentrale der Nahrungsverarbeitung» vor. Sie nimmt die Nahrung auf, zerlegt sie in ihre feinsten Bestandteile und verteilt die gewonnenen Nährstoffe und Flüssigkeiten dorthin, wo sie im Körper gebraucht werden. Der Magen ist sozusagen der «Vorratsbehälter» und der «erste Verarbeiter». Er empfängt die Nahrung, hält sie kurz und beginnt mit dem ersten Schritt der Zersetzung, bevor er sie an die Milz weitergibt.

Wenn Milz und Magen gut funktionieren, haben wir Energie, unser Blut wird gut genährt und wir fühlen uns stark. Sind sie jedoch geschwächt, kann das zu einer ganzen Reihe von Problemen führen, die weit über den Bauch hinausgehen. Man spricht dann oft von einem «Milz-Qi-Mangel» oder einer «Magen-Schwäche».

Wie digitale Medien die Verdauung stören können

Es mag auf den ersten Blick überraschen, aber die Zeit, die wir vor Bildschirmen verbringen, kann unsere Verdauungsorgane, also Milz und Magen, erheblich beeinträchtigen. Wenn du beispielsweise während des Essens auf dein Smartphone schaust oder am Computer arbeitest, ist deine Aufmerksamkeit geteilt. Aus Sicht der TCM braucht die Verdauung aber volle Konzentration. Die Energie, die eigentlich für die Nahrungsverarbeitung benötigt wird, wird stattdessen vom Gehirn beansprucht, um die visuellen und kognitiven Reize des Bildschirms zu verarbeiten.

Das führt dazu, dass Milz und Magen ihre Arbeit nicht mehr optimal verrichten können. Die Nahrung wird nicht richtig aufgeschlossen, was zu einem Stau führen kann. Diesen Zustand beschreiben wir in der TCM als «Nahrungsstagnation». Mögliche Folgen sind:

  • Völlegefühl und Blähungen: Die Nahrung verweilt zu lange im Verdauungstrakt und beginnt zu gären.

  • Appetitlosigkeit: Wenn die Verdauung ständig überlastet ist, verliert man den Appetit.

  • Übelkeit und Aufstoßen: Das rebellierende Magen-Qi kann zu diesen unangenehmen Symptomen führen.

  • Verdauungsbeschwerden: Dies kann sich in verschiedenen Formen äussern, von Durchfall bis zu Verstopfung, je nachdem, welche Muster sich entwickeln.

  • Müdigkeit nach dem Essen: Wenn die Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden, fehlt dem Körper die Energie.

Besonders problematisch ist dies bei Kindern. Ihre Verdauungssysteme sind noch in der Entwicklung und reagieren empfindlicher auf solche Störungen. Eine chronische Überlastung kann hier langfristige Auswirkungen auf das Wachstum und die allgemeine Gesundheit haben.

Ernährungsempfehlungen für eine gesunde Verdauung

Um Milz und Magen zu stärken und die negativen Auswirkungen von übermässiger Bildschirmzeit auszugleichen, sind einige Anpassungen in der Ernährung hilfreich. Es geht darum, die Verdauung zu unterstützen und sie nicht zusätzlich zu belasten.

  • Warme, gekochte Mahlzeiten bevorzugen: Kalte und rohe Speisen, wie Salate oder kalte Getränke, belasten die Milz und den Magen stark, da sie erst auf Körpertemperatur erwärmt werden müssen. Warme Mahlzeiten sind leichter zu verdauen.

  • Regelmässige Essenszeiten einhalten: Versuche, deine Mahlzeiten möglichst zur gleichen Zeit einzunehmen. Das hilft dem Verdauungssystem, sich darauf einzustellen und seine Funktionen rhythmisch auszuführen.

  • Bewusst essen: Nimm dir Zeit für deine Mahlzeiten. Vermeide es, während des Essens zu lesen, fernzusehen oder am Computer zu arbeiten. Konzentriere dich auf das Essen, kaue gut und geniesse jeden Bissen. Das ist entscheidend, damit die Verdauung optimal funktionieren kann.

  • Bestimmte Lebensmittel meiden oder reduzieren: Stark verarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker, fettige Speisen und übermässig scharfe Gewürze können die Verdauung belasten. Auch Kaffee und Alkohol können das Verdauungssystem reizen.

Wenn du diese Empfehlungen beherzigst und deine Bildschirmzeit bewusst reduzierst, kannst du deine Verdauung spürbar entlasten und dein allgemeines Wohlbefinden verbessern. Es ist ein wichtiger Schritt, um die Harmonie zwischen Körper und Geist wiederherzustellen.

Qi, Blut und die Balance im Körper

Person lying on bed, holding smartphone with red painted nails.

Grundlagen von Qi und Blut in der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind Qi und Blut die fundamentalen Substanzen, die unser Leben und Wohlbefinden aufrechterhalten. Stell dir Qi als die vitale Energie vor, die durch deinen Körper fliesst und alle Funktionen antreibt – von der Atmung bis zum Denken. Blut hingegen ist nicht nur das flüssige Medium, das Nährstoffe transportiert, sondern auch die physische Basis, auf der das Shen (Geist und Seele) ruht. Sie sind untrennbar miteinander verbunden: Qi bewegt das Blut, und Blut nährt das Qi. Wenn diese beiden im Fluss sind und in Balance, fühlst du dich energiegeladen, klar und gesund. Ist diese Harmonie gestört, kann das zu einer Vielzahl von Beschwerden führen.

Wie Bildschirmzeit das Qi und Blut beeinflusst

Stundenlanges Starren auf Bildschirme, besonders in den Abendstunden, kann den natürlichen Fluss von Qi und Blut erheblich beeinträchtigen. Die ständige visuelle und geistige Stimulation durch digitale Medien hält das Shen auf Trab und verhindert, dass es zur Ruhe kommt. Dies kann zu einem Qi-Stau führen, besonders im Bereich des Kopfes und des Brustkorbs. Ein solcher Stau fühlt sich oft an wie ein innerer Druck, Unruhe oder sogar Kopfschmerzen. Gleichzeitig kann die mangelnde Bewegung, die oft mit intensiver Bildschirmzeit einhergeht, den Blutfluss verlangsamen. Wenn das Blut nicht mehr frei zirkulieren kann, kann es zu Stagnationen kommen, die sich als dumpfe Schmerzen, Schweregefühl oder sogar als Verhärtungen äussern können. Besonders problematisch ist, dass die intensive Nutzung digitaler Geräte oft mit unregelmässigen Essenszeiten und einer vernachlässigten Ernährung einhergeht, was die Nährstoffversorgung des Blutes zusätzlich beeinträchtigen kann.

Massnahmen zur Wiederherstellung der Balance

Um die Balance von Qi und Blut wiederherzustellen und den negativen Einfluss von Bildschirmzeit zu minimieren, gibt es mehrere Ansätze:

  • Bewegung integrieren: Stehe regelmässig auf, dehne dich und mache kurze Spaziergänge. Schon wenige Minuten können helfen, das Qi in Fluss zu bringen und die Blutzirkulation zu fördern.

  • Bildschirmfreie Zeiten schaffen: Lege bewusst Pausen ein, besonders am Abend. Vermeide Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen, um dem Shen und dem Körper die nötige Ruhe zu gönnen.

  • Achtsame Ernährung: Achte auf regelmässige Mahlzeiten mit nahrhaften, warmen Speisen. Vermeide übermässigen Konsum von Kaffee, scharfen Gewürzen und Alkohol, da diese das Qi und Blut zusätzlich belasten können.

  • Entspannungstechniken: Praktiziere Atemübungen, Meditation oder sanfte Qi Gong-Bewegungen. Diese helfen, das Qi zu beruhigen und den Geist zu zentrieren.

  • Kräuter und Akupunktur: Bei anhaltenden Beschwerden kann eine individuelle TCM-Therapie mit Kräuterrezepturen oder Akupunktur sehr unterstützend wirken, um Qi und Blut gezielt zu harmonisieren und zu stärken.

TCM-Strategien für Kinder im digitalen Zeitalter

Close-up of a person on a bicycle with a skateboard nearby.

Gerade bei Kindern ist es wichtig, die Auswirkungen von Bildschirmzeit auf ihre Entwicklung im Auge zu behalten. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind Kinder besonders empfindlich, da ihr Shen, ihr Geist und ihre Seele noch nicht vollständig verwurzelt sind. Das bedeutet, dass sie anfälliger für Störungen sind, die durch übermässige digitale Reize ausgelöst werden können.

Besonderheiten bei Kindern aus TCM-Sicht

In der TCM betrachten wir Kinder als «kleine Erwachsene», aber mit einigen wichtigen Unterschieden. Ihr Shen, das oft als das «Feuer» oder die «Essenz» des Geistes beschrieben wird, ist noch in der Entwicklung. Es ist wie ein junger Baum, dessen Wurzeln noch nicht tief genug in die Erde reichen. Wenn dieses junge Shen durch ständige visuelle und auditive Reize von Bildschirmen übermässig stimuliert wird, kann es aus dem Gleichgewicht geraten. Dies kann sich in Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten oder auch Schlafproblemen äussern. Ausserdem ist das Immunsystem (Wei Qi) von Kindern noch nicht voll ausgereift, was sie anfälliger für äussere Einflüsse macht, die durch digitale Medien verstärkt werden können.

Bildschirmzeit TCM Kinder: Prävention und Unterstützung

Die gute Nachricht ist, dass wir mit gezielten Massnahmen viel bewirken können. Es geht darum, eine gesunde Balance zu finden und die Kinder dabei zu unterstützen, ihre innere Ruhe zu bewahren. Hier sind einige Punkte, die du beachten kannst:

  • Begrenzung der Bildschirmzeit: Versuche, klare Regeln für die Nutzung von digitalen Geräten aufzustellen. Weniger ist oft mehr, besonders bei jüngeren Kindern. Ein guter Richtwert ist, die Bildschirmzeit auf maximal eine Stunde pro Tag zu beschränken, aufgeteilt in kürzere Einheiten.

  • Qualität vor Quantität: Wenn Kinder Bildschirme nutzen, achte auf altersgerechte und lehrreiche Inhalte. Vermeide schnelle Schnitte und übermässig aufregende Darstellungen, die das Shen zusätzlich belasten können.

  • Bildschirmfreie Zeiten: Schaffe bewusst Zeiten, in denen keine Bildschirme erlaubt sind. Dies können Mahlzeiten, Familienaktivitäten oder die Zeit vor dem Schlafengehen sein.

  • Förderung von Bewegung und Natur: Kinder brauchen Bewegung an der frischen Luft. Das hilft, überschüssige Energie abzubauen und das Shen zu erden. Spaziergänge im Wald oder Spielen im Garten sind wunderbar.

  • Achtsamkeit und Entspannung: Integriere kurze Entspannungsübungen oder Achtsamkeitsspiele in den Alltag. Das kann helfen, das Nervensystem zu beruhigen.

Ganzheitliche Ansätze für Wohlbefinden

Neben der Begrenzung der Bildschirmzeit gibt es weitere TCM-basierte Ansätze, die das Wohlbefinden deines Kindes fördern:

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vollkornprodukten, Gemüse und Obst ist, stärkt die Milz und den Magen, die für die Verdauung und die Energieproduktion zuständig sind. Vermeide zu viele zuckerhaltige und stark verarbeitete Lebensmittel, da diese die Verdauung belasten und zu innerer Hitze führen können.

  • Schlafhygiene: Ein regelmässiger Schlafrhythmus ist für Kinder enorm wichtig. Sorge für eine ruhige Schlafumgebung und vermeide Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen. Dies unterstützt die Beruhigung des Shen und fördert einen tiefen, erholsamen Schlaf.

  • Körperliche Aktivität: Regelmässige Bewegung, sei es durch Spielen, Sport oder auch sanfte TCM-Übungen wie Qigong für Kinder, hilft, das Qi im Körper frei fliessen zu lassen und Blockaden zu lösen.

Indem du diese ganzheitlichen Strategien anwendest, unterstützt du dein Kind dabei, auch im digitalen Zeitalter gesund und ausgeglichen aufzuwachsen. Es geht darum, die natürlichen Rhythmen des Körpers zu respektieren und dem Kind Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit den Herausforderungen der modernen Welt umzugehen.

Die Welt der Kinder verändert sich rasant, besonders durch die vielen digitalen Geräte. Es ist wichtig, dass wir ihnen helfen, einen gesunden Umgang damit zu finden. Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kann dabei eine tolle Unterstützung sein, um Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten. Möchtest du mehr darüber erfahren, wie TCM Kindern im digitalen Zeitalter helfen kann? Besuche unsere Website für spannende Tipps und Informationen!

Zusammenfassend lässt sich sagen

Wir haben gesehen, wie Bildschirmzeit und Gaming aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) das Shen, also unseren Geist und unser Bewusstsein, beeinflussen können. Dies kann sich auf unseren Schlaf auswirken, der für die Regeneration des Körpers und des Geistes so wichtig ist. Auch die Verdauung, die eng mit unserer Energie und unserem Wohlbefinden verbunden ist, kann dadurch gestört werden. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Shen aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dein Schlaf und deine Verdauung leiden, ist es ratsam, achtsam mit deiner Bildschirmzeit umzugehen. Manchmal sind es schon kleine Anpassungen, die einen grossen Unterschied machen können. Wenn du tiefer eintauchen möchtest oder spezifische Beschwerden hast, stehe ich dir gerne mit meinem Wissen aus der TCM zur Seite, um gemeinsam einen Weg zu finden, dein Gleichgewicht wiederherzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist ‚Shen‘ in der Chinesischen Medizin und warum ist es wichtig?

Stell dir Shen wie die Seele oder den Geist vor. Es ist das, was uns lebendig macht, unsere Gedanken und Gefühle steuert und uns mit der Welt verbindet. Ein starkes Shen hilft uns, klar zu denken, gut zu schlafen und uns emotional ausgeglichen zu fühlen. Wenn das Shen aus dem Gleichgewicht gerät, kann das zu Unruhe, Schlafproblemen oder sogar zu mehr Sorgen führen.

Wie kann zu viel Bildschirmzeit meinen Schlaf beeinflussen, aus der Sicht der TCM?

Bildschirme strahlen oft ein helles Licht aus, das unseren Körper wach hält. In der TCM glauben wir, dass dieses Licht das Herz-Feuer anregen kann. Dieses Feuer kann das Shen aufwühlen, ähnlich wie ein unruhiger Geist. Wenn das Shen nicht zur Ruhe kommen kann, fällt das Einschlafen schwer und der Schlaf ist oft nicht tief genug. Das ist so, als würdest du versuchen, ein Auto mit laufendem Motor abzustellen – es braucht Zeit, bis alles zur Ruhe kommt.

Welche Rolle spielt die ‚Milz‘ bei Verdauungsproblemen, die durch digitale Medien entstehen?

Die Milz ist in der TCM für die Verdauung zuständig. Sie nimmt die Nahrung auf und wandelt sie in Energie (Qi) und Blut um. Wenn wir zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, besonders während des Essens, kann das die Milz schwächen. Das ist so, als würde man versuchen, ein wichtiges Gerät zu bedienen, während man abgelenkt ist. Die Milz kann die Nahrung dann nicht richtig verarbeiten, was zu Blähungen, Völlegefühl oder Verdauungsschwäche führen kann.

Was bedeutet ‚Qi‘ und ‚Blut‘ in der TCM und wie hängen sie mit Bildschirmzeit zusammen?

Qi ist die Lebensenergie, die durch unseren Körper fliesst und uns antreibt. Blut ist das, was uns nährt und befeuchtet. Stell dir Qi wie den Strom vor, der alles am Laufen hält, und Blut wie das Wasser, das die Leitungen füllt. Wenn wir zu viel Zeit mit Bildschirmen verbringen, kann das Qi blockieren, besonders im Kopf und Nacken, und auch das Blut kann weniger gut fliessen. Das kann sich wie eine innere Stauung anfühlen.

Gibt es spezielle Tipps für Kinder, die viel Zeit mit digitalen Geräten verbringen?

Ja, für Kinder ist das besonders wichtig. Ihre Shen und ihre Verdauung sind noch in Entwicklung. Zu viel Bildschirmzeit kann ihre Energie stark beeinflussen und sie unruhig machen. Wir empfehlen, klare Regeln für die Bildschirmzeit aufzustellen, Pausen einzulegen und sicherzustellen, dass Kinder auch draussen spielen und sich bewegen. Eine gute Balance ist hier entscheidend, damit sie gesund aufwachsen können.

Wie kann ich mein Shen beruhigen, wenn ich das Gefühl habe, dass die digitale Welt mich überfordert?

Es gibt verschiedene Wege, dein Shen zu beruhigen. Sanfte Bewegung wie Spaziergänge in der Natur sind wunderbar. Auch Atemübungen oder Meditation können helfen, den Geist zur Ruhe zu bringen. Versuche, bewusst Pausen von Bildschirmen einzulegen, besonders vor dem Schlafengehen. Manchmal reichen schon kleine Dinge wie das Lesen eines Buches oder das Hören von ruhiger Musik, um das Shen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

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