Im hektischen Büroalltag vergisst man schnell, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Doch gerade kleine Pausen können Wunder wirken, besonders wenn man sie auf die natürliche Rhythmik unseres Körpers abstimmt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kennt dafür die sogenannte Organuhr. Sie beschreibt, welche Organe zu welcher Tageszeit besonders aktiv sind. Wenn du weisst, wann welches Organ seine Hochphase hat, kannst du deine Pausen gezielt einsetzen, um deine Energie optimal zu nutzen und deine Gesundheit zu fördern. Lass uns gemeinsam entdecken, wie die Organuhr im Büroalltag zu deinem Vorteil genutzt werden kann.
Schlüssel-Erkenntnisse
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Die Organuhr nach TCM zeigt, welche Körperorgane zu bestimmten Tageszeiten am aktivsten sind.
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Gezielte Pausen im Büro, abgestimmt auf die Organuhr, können Müdigkeit entgegenwirken und die Konzentration steigern.
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Am Morgen sind Lunge, Dickdarm und Magen aktiv – ideal für klare Gedanken und einen energiegeladenen Start.
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Der Vormittag gehört Milz, Herz und Dünndarm; hier sind Pausen für Fokus und emotionale Balance sinnvoll.
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Am Nachmittag unterstützen Gallenblase und Leber den Abbau von Stress und fördern Kreativität, was kurze Erholungsmomente wertvoll macht.
Die Organuhr im Büroalltag verstehen
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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet den menschlichen Körper als ein komplexes System, in dem Energie, das sogenannte Qi, in bestimmten Bahnen, den Meridianen, zirkuliert. Diese Zirkulation folgt einem festen Rhythmus, der als Organuhr bekannt ist. Sie beschreibt, welche Organe zu welcher Tages- und Nachtzeit besonders aktiv sind und somit am empfänglichsten für bestimmte Einflüsse oder Behandlungen sind. Das Verständnis dieser Organuhr kann uns helfen, unseren Arbeitsalltag besser zu gestalten und gezielter Pausen einzulegen.
Was die Organuhr nach TCM bedeutet
Stellen Sie sich die Organuhr wie einen inneren Energiekalender vor. Jeder der Hauptorgane – Lunge, Dickdarm, Magen, Milz, Herz, Dünndarm, Blase, Niere, Kreislauf, San Chiao (Drei Erwärmer), Gallenblase und Leber – hat eine zweistündige Hochphase, in der sein Qi am stärksten ist. Aus Sicht der TCM ist diese Zeit ideal, um die Funktion des jeweiligen Organs zu unterstützen oder, falls nötig, ausgleichend einzugreifen. Ausserhalb dieser Hochphasen ist das Qi des Organs schwächer, was es empfänglicher für Disharmonien macht, wenn wir ihm nicht die nötige Ruhe gönnen.
Warum Pausen wichtig sind
Pausen sind weit mehr als nur eine Unterbrechung der Arbeit. Sie sind essenziell, um unsere Energie wieder aufzuladen und unser System im Gleichgewicht zu halten. Wenn wir ständig unter Strom stehen und unsere Organe übermässig beanspruchen, kann das auf Dauer zu Erschöpfung und verschiedenen Beschwerden führen. Regelmässige, gut getimte Pausen helfen, dem entgegenzuwirken. Sie geben dem Körper und Geist die Möglichkeit, sich zu regenerieren und neue Kraft zu schöpfen. Die Kunst liegt darin, diese Pausen bewusst und im Einklang mit unserem natürlichen Rhythmus zu gestalten.
Die Organuhr als Wegweiser für Pausen
Die Organuhr bietet uns eine faszinierende Orientierungshilfe, um unsere Pausen optimal zu legen. Anstatt uns nur nach dem Gefühl von Müdigkeit zu richten, können wir die Aktivitätsphasen der Organe nutzen, um gezielte Erholungs- oder Aktivierungsphasen einzubauen. Wenn wir beispielsweise wissen, dass die Lungenzeit zwischen 3 und 5 Uhr morgens ist, ist das vielleicht keine typische Bürozeit, aber es zeigt uns, dass die Lunge morgens besonders aktiv ist. Im Büroalltag sind es eher die Zeiten, in denen bestimmte Organe, die für Konzentration, Verdauung oder Stressabbau zuständig sind, ihre Hochphase haben, die für uns relevant werden. Indem wir die Organuhr als Leitfaden nehmen, können wir lernen, wann unser Körper und Geist am empfänglichsten für eine kurze Erholung ist, um danach wieder mit voller Energie weiterzuarbeiten.
Morgenstunden: Energie für den Start
Der Morgen ist eine Zeit des Erwachens und der aufkeimenden Energie. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind die frühen Morgenstunden besonders bedeutsam, da sie bestimmten Organen zugeordnet sind, die uns helfen, frisch und energiegeladen in den Tag zu starten. Wenn wir diese Zeiten verstehen und nutzen, können wir unsere innere Uhr optimal unterstützen.
Die Lungenzeit für klare Gedanken
Zwischen 3 und 5 Uhr morgens ist die Zeit des Lungen-Meridians. Dies mag für viele noch die Schlafenszeit sein, doch aus Sicht der TCM ist dies eine Phase, in der die Lunge ihre reinigende und klärende Funktion am stärksten ausübt. Sie hilft, den Körper von abgestorbenen Zellen und Stoffwechselprodukten zu befreien und bereitet uns auf den neuen Tag vor. Wenn du zu dieser Zeit aufwachst, kann das ein Zeichen dafür sein, dass deine Lunge gerade intensiv arbeitet. Es ist eine gute Zeit, um tief durchzuatmen und sich bewusst zu machen, wie wichtig diese Funktion für unsere Vitalität ist. Ein tiefer Atemzug kann helfen, den Geist zu klären und den Körper zu beleben.
Die Dickdarmzeit für einen frischen Start
Von 5 bis 7 Uhr morgens ist die Zeit des Dickdarm-Meridians. Dies ist die ideale Zeit, um den Körper zu entleeren und sich von Unnötigem zu befreien. Ein Glas warmes Wasser nach dem Aufstehen kann diesen Prozess sanft unterstützen und den Stoffwechsel anregen. Diese Phase ist wichtig für die Ausscheidung von Abfallprodukten und bereitet den Weg für die Aufnahme neuer Nährstoffe im Laufe des Tages. Ein regelmässiger Stuhlgang zu dieser Zeit ist ein gutes Zeichen für ein gesundes Verdauungssystem.
Die Magenzeit für die erste Stärkung
Zwischen 7 und 9 Uhr morgens schlägt die Stunde des Magen-Meridians. Der Magen ist nun am empfänglichsten für Nahrung. Es ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, die uns die Energie für die kommenden Stunden liefert. Eine warme, nahrhafte Mahlzeit, die gut gekaut wird, ist ideal. Vermeide es, diese Zeit mit Kaffee oder zuckerhaltigen Snacks zu überbrücken, da dies das Magen-Qi belasten kann. Eine ausgewogene Mahlzeit jetzt legt den Grundstein für einen produktiven und energiegeladenen Vormittag.
Vormittag: Konzentration und Verdauung
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Der Vormittag ist eine wichtige Zeit, in der wir uns auf unsere Aufgaben konzentrieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass unser Verdauungssystem gut arbeitet. Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind in dieser Phase des Tages vor allem die Milz und das Herz aktiv. Diese Organe spielen eine Schlüsselrolle für unsere Energie und unser emotionales Wohlbefinden.
Die Milzzeit für Fokus und Energie
Zwischen 9 und 11 Uhr vormittags ist die Zeit der Milz. In der TCM ist die Milz nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern auch für die Umwandlung der Nahrung in Energie und Blut. Sie ist die Quelle unserer körperlichen Kraft und beeinflusst massgeblich unsere Konzentrationsfähigkeit. Wenn die Milz gut funktioniert, fühlen wir uns energiegeladen und können uns besser auf unsere Arbeit konzentrieren. Wenn sie jedoch geschwächt ist, fühlen wir uns oft müde, träge und haben Schwierigkeiten, uns zu fokussieren. Auch Verdauungsprobleme wie Blähungen oder ein Völlegefühl können ein Zeichen für eine schwache Milz sein.
Um die Milz in dieser Zeit zu unterstützen, ist es ratsam, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Vermeide zu kalte, rohe oder stark verarbeitete Lebensmittel. Warme, gekochte Speisen, die leicht verdaulich sind, sind ideal. Kleine, regelmässige Mahlzeiten sind besser als wenige grosse. Auch eine kurze Bewegungspause, vielleicht ein kleiner Spaziergang, kann die Milzenergie beleben.
Die Herzzeit für emotionale Balance
Direkt im Anschluss, von 11 bis 13 Uhr, ist die Zeit des Herzens. Das Herz ist in der TCM nicht nur das physische Organ, sondern auch der Sitz unseres Geistes und unserer Emotionen. Es steuert unser Denken, unsere Gefühle und unseren Schlaf. Wenn das Herz im Gleichgewicht ist, fühlen wir uns ruhig, ausgeglichen und können klar denken. Ist es jedoch aus dem Takt geraten, können Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen oder auch Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Gerade im Arbeitsalltag, wo oft viel Druck herrscht, ist es wichtig, auf die Bedürfnisse unseres Herzens zu achten.
Eine kurze Pause, in der du bewusst tief durchatmest oder dich einen Moment lang auf etwas Angenehmes konzentrierst, kann dem Herzen guttun. Auch ein leichtes Mittagessen, das das Herz nicht zusätzlich belastet, ist hier von Vorteil. Vermeide schwere Mahlzeiten, die den Verdauungsprozess übermässig beanspruchen und somit die Energie vom Herzen abziehen.
Die Dünndarmzeit zur Aufnahme von Informationen
Von 13 bis 15 Uhr ist der Dünndarm an der Reihe. Seine Hauptaufgabe ist es, die Nährstoffe aus der Nahrung zu extrahieren und das Reine vom Unreinen zu trennen. In übertragenem Sinne hilft uns der Dünndarm auch dabei, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Wenn der Dünndarm gut funktioniert, können wir Gelerntes gut aufnehmen und verstehen. Ist er jedoch überlastet oder geschwächt, kann dies zu Verdauungsbeschwerden führen, aber auch dazu, dass wir uns überfordert fühlen und Schwierigkeiten haben, neue Dinge zu begreifen.
Nach dem Mittagessen ist es oft eine gute Zeit, um die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten. Ein Verdauungsspaziergang oder eine kurze Ruhephase kann hier Wunder wirken. Achte darauf, nach dem Essen keine komplexen oder anstrengenden Aufgaben zu erledigen, sondern gib deinem Körper und Geist Zeit, die aufgenommene Energie zu nutzen und Informationen zu sortieren.
Die Zeit zwischen 9 und 15 Uhr ist eine sensible Phase, in der die Harmonie zwischen Milz, Herz und Dünndarm entscheidend für unsere Konzentration, Energie und Verdauung ist. Kleine Anpassungen in Ernährung und Pausengestaltung können hier grosse Wirkung zeigen.
Mittagspause: Erholung und Regeneration
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Die Mittagspause ist eine entscheidende Zeit, um neue Energie zu tanken und sich auf den Rest des Tages vorzubereiten. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist dies die Zeit, in der sich die Energie des Herzens und des Dünndarms am stärksten zeigt.
Die Blasenzeit für Entspannung (15:00 – 17:00 Uhr)
Obwohl die Hauptenergie des Mittags bereits vorbei ist, fällt die Zeit zwischen 15 und 17 Uhr in die Organuhr der Blase. Dies ist eine gute Zeit, um sich zu entspannen und den Geist zu beruhigen. Wenn du dich müde oder träge fühlst, kann eine kurze Pause helfen, deine Energie wiederzufinden. Vermeide in dieser Zeit anstrengende geistige Aufgaben, wenn möglich. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder ein paar tiefe Atemzüge können Wunder wirken.
Die Nierenzeit für neue Kraft (17:00 – 19:00 Uhr)
Die Zeit zwischen 17 und 19 Uhr ist der Niere zugeordnet. Die Nieren sind nach der TCM die Wurzel unserer Lebensenergie, das sogenannte Jing. In dieser Phase ist es wichtig, den Körper nicht weiter zu belasten. Wenn du die Möglichkeit hast, nutze diese Zeit für eine ruhige Aktivität. Das kann bedeuten, dass du dich kurz hinlegst, ein entspannendes Bad nimmst oder einfach nur in Ruhe einen Tee trinkst. Eine gute Erholung in dieser Zeit legt den Grundstein für einen erholsamen Abend und eine gute Nachtruhe.
Die Bedeutung einer echten Mittagspause
Eine echte Mittagspause geht über das reine Essen hinaus. Es ist eine Zeit, in der du dich bewusst vom Arbeitsalltag abwendest. Nach der Organuhr ist die Zeit zwischen 11 und 13 Uhr dem Herzen zugeordnet, gefolgt vom Dünndarm bis 15 Uhr. Dies sind Zeiten, in denen wir Informationen aufnehmen und verarbeiten. Eine Unterbrechung dieser Prozesse durch eine erholsame Pause ist daher sehr sinnvoll.
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Bewusst essen: Nimm dir Zeit für deine Mahlzeit, ohne Ablenkung durch Bildschirme.
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Bewegung: Ein kurzer Spaziergang kann die Verdauung anregen und den Geist erfrischen.
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Ruhe: Gönne dir ein paar Minuten der Stille, um dich zu sammeln.
Die Mittagspause ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für nachhaltige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Sie ermöglicht es uns, die Energie des Tages optimal zu nutzen und uns auf die zweite Tageshälfte vorzubereiten.
Nachmittag: Kreativität und Ausgleich
Der Nachmittag bringt uns in die Zeit der Gallenblase und der Leber. Das sind zwei Organe, die eng mit unserer Entscheidungsfindung, unserer Fähigkeit, Dinge loszulassen, und unserem Stressabbau verbunden sind. Wenn du merkst, dass du am Nachmittag müde wirst oder dich überfordert fühlst, ist das oft ein Zeichen, dass diese Organe Unterstützung brauchen.
Die Gallenblasenzeit für klare Gedanken
Zwischen 13 und 15 Uhr ist die Zeit der Gallenblase. Das ist eine Phase, in der wir oft klare Entscheidungen treffen müssen oder uns mit komplexen Problemen auseinandersetzen. Wenn du dich in dieser Zeit blockiert fühlst oder Schwierigkeiten hast, dich zu entscheiden, kann das auf eine Stagnation im Gallenblasen-Qi hindeuten. Eine kurze Pause, vielleicht mit einer Tasse Kräutertee, kann hier Wunder wirken. Stell dir vor, du sortierst deine Gedanken wie ein aufgeräumtes Büro – das ist, was die Gallenblasenzeit fördern kann.
Die Leberzeit für den Abbau von Stress
Von 1 bis 3 Uhr morgens ist die Leberzeit, aber ihre Energie wirkt sich auch auf den Nachmittag aus, besonders wenn wir unter Druck stehen. Die Leber ist dafür zuständig, dass unser Qi frei fliesst und wir Stress abbauen können. Wenn dieser Fluss gestört ist, fühlen wir uns gereizt, angespannt oder sogar frustriert. Kleine Übungen zur Dehnung oder ein paar tiefe Atemzüge können helfen, die Leber zu beruhigen und den Energiefluss wiederherzustellen. Denk daran, die Leber ist wie ein Fluss – sie braucht Raum, um frei zu fliessen.
Kleine Pausen zur Belebung
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Nachmittag oft eine Zeit ist, in der unsere Energie nachlässt. Anstatt dagegen anzukämpfen, nutze diese Zeit für kurze, erholsame Pausen. Das muss keine lange Mittagspause sein. Schon fünf bis zehn Minuten können einen Unterschied machen.
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Bewegung: Steh auf, streck dich, geh kurz an die frische Luft.
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Mentale Entspannung: Schliesse für ein paar Minuten die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem.
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Kleine Stärkung: Ein leichtes, nahrhaftes Mittagessen oder ein kleiner Snack kann helfen, die Energie wieder aufzufüllen, ohne den Verdauungstrakt zu überlasten.
Diese kleinen Unterbrechungen helfen nicht nur, die Müdigkeit zu vertreiben, sondern fördern auch die Kreativität und die Fähigkeit, den Rest des Arbeitstages konzentriert zu meistern.
Abendstunden: Ruhe und Vorbereitung auf die Nacht
Die Zeit zwischen 19 und 23 Uhr ist nach der Organuhr der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) dem sogenannten „San Chiao“ oder „Dreifachen Erwärmer“ und dem „Kreislauf“ zugeordnet. Diese Phase ist entscheidend, um den Körper auf die Nachtruhe vorzubereiten und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die San Chiao Zeit für Harmonisierung (19:00 – 23:00 Uhr)
Der San Chiao ist in der TCM kein einzelnes Organ, sondern ein Funktionskreis, der für die Verteilung der Körperflüssigkeiten und die Regulierung der Körpertemperatur zuständig ist. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Harmonisierung der verschiedenen Körperfunktionen. In dieser Zeit ist es wichtig, den Körper nicht mehr zu überlasten. Vermeide schwere Mahlzeiten, aufregende Tätigkeiten oder intensive geistige Anstrengungen. Stattdessen kannst du den Abend mit leichten Aktivitäten ausklingen lassen, die zur Entspannung beitragen. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine sanfte Dehnübung kann hier Wunder wirken. Achte darauf, dass du dich nicht überforderst, denn das San Chiao ist empfindlich für Stress und Überarbeitung.
Die Kreislaufzeit für Entspannung (21:00 – 23:00 Uhr)
Die Kreislaufzeit, die oft mit dem Herz-Kreislauf-System in Verbindung gebracht wird, ist die Zeit, in der das Herz zur Ruhe kommt und sich das Blut regeneriert. Dies ist die ideale Phase, um den Geist zu beruhigen und sich auf den Schlaf vorzubereiten. Vermeide Bildschirme, grelles Licht und aufwühlende Gedanken. Stattdessen kannst du dir eine ruhige Lesezeit gönnen, leise Musik hören oder eine Tasse beruhigenden Kräutertee trinken. Tees mit Baldrian, Melisse oder Kamille können hier unterstützend wirken. Auch das bewusste Atmen oder eine kurze Meditation kann helfen, das Nervensystem zu beruhigen und den Übergang in den Schlaf zu erleichtern.
Die Bedeutung einer guten Nachtruhe
Eine erholsame Nachtruhe ist für die Regeneration von Körper und Geist unerlässlich. Nach der Organuhr ist die Zeit von 23:00 bis 3:00 Uhr der Leber zugeordnet, die in dieser Phase ihre Hauptentgiftungsarbeit leistet. Daran schließt sich die Lungenzeit von 3:00 bis 5:00 Uhr an, in der das Qi erneuert wird. Wenn du diese Zeiten nicht einhältst und zu spät ins Bett gehst, kann das die natürlichen Regenerationsprozesse deines Körpers stören. Langfristig kann dies zu einem Ungleichgewicht führen, das sich in Müdigkeit, Gereiztheit oder sogar gesundheitlichen Problemen äußern kann. Achte daher darauf, dir jeden Abend ausreichend Zeit für Ruhe und Schlaf zu nehmen, um deine innere Balance zu wahren.
Wenn der Tag sich dem Ende neigt, ist es Zeit für Ruhe und Entspannung. Nutze diese ruhigen Abendstunden, um dich auf die Nacht vorzubereiten und neue Energie zu tanken. Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du deinen Körper und Geist in Einklang bringen kannst? Besuche unsere Webseite für wertvolle Tipps und Anregungen.
Fazit: Kleine Pausen, grosse Wirkung
Wenn du also das nächste Mal eine kleine Pause im Büro brauchst, denk doch mal an die Organuhr. Es ist faszinierend, wie die traditionelle chinesische Medizin uns zeigt, dass der richtige Zeitpunkt für eine Erholung nicht nur vom persönlichen Gefühl abhängt, sondern auch von den natürlichen Rhythmen unseres Körpers. Schon kleine Anpassungen, wie eine kurze Dehnübung zur Leberzeit oder ein paar tiefe Atemzüge während der Lungenzeit, können einen Unterschied machen. Probiere es aus und spüre, wie du mit mehr Energie und Gelassenheit durch den Arbeitsalltag kommst. Deine innere Balance wird es dir danken.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist die Organuhr und wie hilft sie mir im Büro?
Die Organuhr ist eine Idee aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie besagt, dass jedes unserer Organe zu einer bestimmten Zeit am Tag am aktivsten ist. Wenn du weisst, wann welches Organ „Hochsaison“ hat, kannst du deine Pausen besser legen. So holst du mehr aus deiner Erholung raus und bleibst länger fit.
Warum sind kurze Pausen im Büro überhaupt wichtig?
Stell dir vor, dein Körper ist wie eine Maschine. Wenn sie ständig läuft, ohne mal abzuschalten, wird sie müde und macht Fehler. Kurze Pausen sind wie ein kleiner Service für deine Maschine. Sie helfen dir, dich zu erholen, neue Energie zu tanken und konzentriert zu bleiben. Das beugt auch Stress und Müdigkeit vor.
Welche Organe sind am Morgen aktiv und was sollte ich dann tun?
Am Morgen sind die Lungen (3-5 Uhr) und der Dickdarm (5-7 Uhr) an der Reihe. Das ist die Zeit, um tief durchzuatmen und den Körper zu wecken. Später, zwischen 7 und 9 Uhr, ist der Magen am stärksten. Das ist eine gute Zeit für ein nahrhaftes Frühstück, das dir Energie für den Tag gibt.
Wie kann ich die Organuhr für meine Mittagspause nutzen?
Zwischen 11 und 13 Uhr ist das Herz am aktivsten. Das ist eine gute Zeit, um sich kurz zu entspannen und durchzuatmen. Danach, von 13 bis 15 Uhr, ist der Dünndarm dran. Das ist die Zeit, in der dein Körper die Nährstoffe aus dem Mittagessen am besten aufnimmt. Eine ruhige Mittagspause hilft deinem Körper, diese wichtigen Aufgaben gut zu erledigen.
Was bedeutet die Organuhr für den Nachmittag im Büro?
Am Nachmittag, besonders zwischen 15 und 17 Uhr, ist die Blase am aktivsten. Das ist eine gute Zeit für eine kleine Bewegungspause, vielleicht ein kurzer Spaziergang. Von 17 bis 19 Uhr ist die Niere an der Reihe. Das ist eine Zeit, um zur Ruhe zu kommen und dich auf den Feierabend vorzubereiten. Eine kleine Auszeit hilft, den Stress abzubauen.
Muss ich die Organuhr strikt befolgen, um Erfolg zu haben?
Nein, auf keinen Fall! Die Organuhr ist ein Leitfaden, kein strenges Gesetz. Hör auf deinen Körper. Wenn du merkst, dass dir eine kurze Pause um 10 Uhr guttut, dann mach sie. Die Ideen der Organuhr sollen dir helfen, ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wann dein Körper vielleicht eine kleine Unterstützung braucht. Es geht darum, achtsamer mit dir selbst umzugehen.



