Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet einen faszinierenden Blick auf das menschliche Wohlbefinden, der sich von westlichen Ansätzen unterscheidet. Wenn wir über Neurodivergenz sprechen, wie ADHS oder Autismus, kann die TCM helfen, die zugrunde liegenden Ungleichgewichte zu verstehen. Dieser Artikel beleuchtet, wie die Prinzipien der TCM, wie Qi und Blut, genutzt werden können, um Menschen mit unterschiedlichen neurologischen Profilen zu unterstützen. Wir schauen uns an, wie wir mit TCM das energetische Gleichgewicht fördern und so einen Weg zu mehr Harmonie im Körper und Geist finden können. Die Neurodivergenz TCM-Perspektive ist dabei ein wichtiger Leitfaden.
Schlüssel-Erkenntnisse
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Die TCM betrachtet Neurodivergenz als ein Ungleichgewicht von Qi und Blut, nicht als Krankheit.
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Für ADHS konzentriert sich die TCM darauf, den Geist zu beruhigen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
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Bei Autismus-Spektrum-Störungen zielt die TCM darauf ab, Geist und Seele zu nähren und ganzheitliche Methoden anzuwenden.
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Die TCM bietet Ansätze für Lernschwierigkeiten, sensorische Empfindlichkeiten und Schlaf- sowie Verdauungsprobleme, die oft mit Neurodivergenz einhergehen.
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Eine individuelle TCM-Diagnose, einschliesslich Puls- und Zungendiagnostik, ist entscheidend für massgeschneiderte Behandlungspläne.
Grundlagen der Neurodivergenz und TCM
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Was bedeutet Neurodivergenz aus Sicht der TCM?
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) betrachten wir den Menschen als ein komplexes System, in dem alles miteinander verbunden ist. Neurodivergenz, also Zustände wie ADHS oder Autismus, wird in der TCM nicht als Krankheit im westlichen Sinne gesehen, sondern als eine besondere energetische Konstitution oder ein spezifisches Muster von Ungleichgewichten. Wir sprechen hier von Disharmonien im Fluss von Qi und Blut, die sich auf unterschiedliche Weise im Körper und Geist zeigen können. Es geht darum, die individuellen energetischen Muster zu erkennen, die hinter den beobachteten Verhaltensweisen und Empfindungen stehen. Das Ziel ist es, das Gleichgewicht wiederherzustellen, nicht, die Person zu «normalisieren».
Wie die TCM das energetische Gleichgewicht betrachtet
Die TCM versteht Gesundheit als einen Zustand des harmonischen Flusses von Qi (Lebensenergie) und Blut im Körper. Dieses Gleichgewicht kann durch verschiedene Faktoren gestört werden, wie z.B. Ernährung, Lebensstil, Emotionen oder äußere Einflüsse. Wenn dieser Fluss blockiert ist oder nicht ausreichend vorhanden ist, entstehen Symptome. Bei neurodivergenten Zuständen sehen wir oft Muster, die auf ein Ungleichgewicht im Shen (Geist/Bewusstsein) und im Qi-Fluss hindeuten. Dies kann sich in einer Über- oder Unteraktivität bestimmter Energiesysteme zeigen. Wir analysieren diese Muster, um die Ursache der Disharmonie zu finden.
Die Rolle von Qi und Blut bei neurodivergenten Zuständen
Qi ist die treibende Kraft hinter allen Lebensprozessen, während Blut die Substanz ist, die den Körper nährt und befeuchtet. Ein Mangel oder eine Stagnation von Qi kann zu Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder auch zu innerer Unruhe führen. Ein Mangel oder eine Stagnation von Blut kann den Geist (Shen) beeinträchtigen, was sich in emotionaler Instabilität, Schlafstörungen oder auch in sensorischen Überempfindlichkeiten zeigen kann. Bei neurodivergenten Menschen beobachten wir oft spezifische Muster, wie zum Beispiel ein Mangel an Nieren-Qi, das für Willenskraft und Konzentration wichtig ist, oder eine Stagnation von Leber-Qi, die zu Reizbarkeit und innerer Anspannung führen kann. Auch die Verdauung, die für die Produktion von Qi und Blut entscheidend ist, spielt eine zentrale Rolle. Ein schwaches Verdauungssystem kann die Grundlage für viele energetische Ungleichgewichte bilden.
ADHS und die TCM-Perspektive
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Wenn wir uns ADHS aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nähern, betrachten wir nicht die einzelnen Symptome isoliert, sondern das gesamte energetische Muster, das dahintersteckt. Es geht darum, die tieferen Ungleichgewichte im Körper und Geist zu erkennen, die zu den beobachteten Verhaltensweisen führen können.
Energetische Muster bei ADHS verstehen
In der TCM sehen wir bei ADHS oft ein Ungleichgewicht, das sich auf verschiedene Weise zeigen kann. Häufig spielen eine Rolle:
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Aufgewühlter Geist (Shen): Dies ist ein zentraler Punkt. Ein unruhiger Geist kann sich in Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität und innerer Unruhe äussern. Stell dir vor, dein Geist ist wie ein See, der ständig aufgewühlt ist – es ist schwer, klare Gedanken zu fassen oder ruhig zu bleiben.
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Leere von Herz-Blut und Herz-Yin: Das Herz ist in der TCM der Sitz des Geistes und der Emotionen. Wenn Herz-Blut oder Herz-Yin mangelhaft sind, kann dies zu Unruhe, Schlafstörungen und einer erhöhten Reizbarkeit führen. Es ist, als ob die nährende Basis für den Geist fehlt.
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Leber-Qi-Stagnation: Die Leber ist für den freien Fluss von Qi und Blut im Körper verantwortlich. Wenn dieser Fluss blockiert ist, kann das zu Frustration, Gereiztheit und auch zu einer Art innerem Druck führen, der sich in Hyperaktivität oder ungeduldigem Verhalten zeigen kann.
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Milz-Qi-Schwäche: Die Milz ist für die Verdauung und die Umwandlung von Nahrung in Energie (Qi) und Blut zuständig. Eine schwache Milz kann zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und einer Neigung zu
Autismus und die Unterstützung durch TCM
Wenn wir uns dem Autismus-Spektrum aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nähern, betrachten wir nicht eine einzelne Diagnose, sondern ein komplexes Zusammenspiel von energetischen Mustern im Körper. Es geht darum, die individuellen Ungleichgewichte zu erkennen, die sich auf Verhalten, Wahrnehmung und soziale Interaktion auswirken können.
TCM-Diagnostik bei Autismus-Spektrum-Störungen
In der TCM ist es unser Ziel, die Wurzel des Ungleichgewichts zu finden. Bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sehen wir oft Muster, die mit einer Schwäche des Verdauungssystems (Milz und Magen) zusammenhängen. Dies kann dazu führen, dass sich Feuchtigkeit im Körper ansammelt, die den Geist (Shen) trüben kann. Auch eine Beeinträchtigung der Lungenenergie, die für die Atmung und die Verbindung zur Außenwelt wichtig ist, kann eine Rolle spielen. Manchmal beobachten wir auch eine Störung des Herzens, das im TCM-Kontext als Sitz des Geistes und der Emotionen gilt.
Die Diagnose erfolgt nicht über standardisierte Tests, sondern durch sorgfältige Beobachtung:
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Zungendiagnostik: Die Farbe, Form und Beschaffenheit der Zunge geben Aufschluss über den Zustand der inneren Organe und des Qi.
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Pulsdiagnostik: Der Puls an verschiedenen Positionen am Handgelenk verrät uns viel über den Fluss von Qi und Blut sowie über die Stärke der Organenergien.
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Befragung: Wir sprechen ausführlich mit Ihnen und dem betroffenen Kind über die spezifischen Herausforderungen, Gewohnheiten und Vorlieben.
Diese ganzheitliche Betrachtung hilft uns, ein klares Bild der energetischen Situation zu erhalten.
Nährung des Geistes und der Seele nach TCM
Der Geist (Shen) ist in der TCM eng mit dem Blut und dem Herzen verbunden. Wenn diese nicht ausreichend genährt sind, kann dies zu Unruhe, Schlafstörungen oder emotionaler Instabilität führen. Bei ASS kann es sein, dass der Geist Schwierigkeiten hat, sich in der äußeren Welt zu verankern, was sich in sensorischen Überempfindlichkeiten oder Schwierigkeiten bei der sozialen Anpassung zeigen kann.
Wir legen großen Wert auf eine Ernährung, die das Verdauungssystem stärkt und Feuchtigkeit ausleitet. Das bedeutet oft, auf stark verarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker und kalte, rohe Speisen zu verzichten. Stattdessen empfehlen wir warme, gekochte Mahlzeiten, die leicht verdaulich sind und das Qi nähren.
Ganzheitliche Behandlungsmethoden für Autismus
Die Behandlung in der TCM ist immer individuell. Basierend auf der Diagnose erstellen wir einen Plan, der verschiedene Methoden kombinieren kann:
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Kräutertherapie: Speziell ausgewählte Kräuterformeln können helfen, das Verdauungssystem zu stärken, Feuchtigkeit auszuleiten, den Geist zu beruhigen und das Qi auszugleichen. Die Auswahl der Kräuter richtet sich exakt nach den individuellen Mustern.
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Akupunktur/Akupressur: Feine Nadeln oder sanfter Druck auf bestimmte Punkte können den Fluss von Qi und Blut harmonisieren, den Geist beruhigen und Blockaden lösen. Bei Kindern sind oft sanftere Methoden wie Akupressur oder die Anwendung von Laserakupunktur eine gute Wahl.
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Ernährungsberatung: Eine auf die TCM abgestimmte Ernährungsumstellung ist ein wichtiger Baustein, um die inneren Ressourcen zu stärken.
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Lebensstil-Anpassungen: Empfehlungen zu Schlaf, Bewegung und Stressmanagement unterstützen den Heilungsprozess.
Die TCM bietet einen Weg, die tieferliegenden energetischen Ursachen von Herausforderungen im Autismus-Spektrum zu verstehen und zu behandeln. Es ist ein Prozess, der Geduld und eine enge Zusammenarbeit erfordert, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität zu verbessern.
Weitere Formen der Neurodivergenz in der TCM
Neben ADHS und Autismus gibt es noch viele andere Formen der Neurodivergenz, die wir in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) betrachten können. Oftmals überschneiden sich die energetischen Muster, die wir bei diesen Zuständen beobachten, mit denen, die wir bereits bei ADHS und Autismus besprochen haben. Es geht immer darum, ein Ungleichgewicht im Fluss von Qi und Blut zu erkennen und zu harmonisieren.
TCM bei Lernschwierigkeiten und Konzentrationsproblemen
Wenn du oder dein Kind Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren oder zu lernen, kann das aus Sicht der TCM oft mit einem Mangel an Nährung für das Herz und die Milz zusammenhängen. Die Milz ist in der TCM für die Transformation und den Transport von Nährstoffen zuständig, während das Herz den Geist (Shen) beherbergt, der für Denken, Konzentration und Gedächtnis verantwortlich ist. Wenn die Milz schwach ist, kann sie nicht genug Qi und Blut produzieren, um das Herz ausreichend zu nähren. Das führt dann zu Unruhe, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.
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Herz-Blut-Mangel: Dies kann sich durch Vergesslichkeit, Schlaflosigkeit und innere Unruhe äussern.
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Milz-Qi-Mangel: Führt oft zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Verdauungsproblemen.
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Leber-Qi-Stagnation: Kann zu Frustration, Reizbarkeit und Schwierigkeiten führen, sich auf eine Sache zu fokussieren.
Die Behandlung zielt darauf ab, die Milz zu stärken, das Herz zu nähren und den Fluss von Qi und Blut zu verbessern. Dies geschieht oft durch gezielte Ernährungsumstellung und den Einsatz von Kräuterrezepturen.
Umgang mit sensorischen Empfindlichkeiten durch TCM
Sensorische Empfindlichkeiten, wie sie bei vielen neurodivergenten Menschen auftreten, können wir in der TCM oft mit einer Überempfindlichkeit des Nervensystems oder einer Störung der Sinnesorgane in Verbindung bringen. Dies kann mit einem Ungleichgewicht von Yin und Yang zusammenhängen, oder mit einer Überlastung durch äussere Faktoren, die wir als Pathogene bezeichnen.
Beispielsweise kann eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen auf eine Leber- oder Gallenblasen-Disharmonie hindeuten, die oft mit Stress und Anspannung verbunden ist. Eine Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen könnte auf eine Störung des Lungen-Qi oder des Dickdarm-Qi zurückzuführen sein, da diese Meridiane die Haut und die Abwehrkräfte beeinflussen.
Die TCM kann hier helfen, das Nervensystem zu beruhigen und die Reaktion auf Reize zu modulieren. Dies kann durch Akupunktur, Kräuter und spezifische Ernährungsanpassungen geschehen, die darauf abzielen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die Bedeutung von Schlaf und Verdauung in der TCM
Schlaf und Verdauung sind zwei Säulen der Gesundheit in der TCM, und ihre Störungen sind bei neurodivergenten Zuständen häufig anzutreffen. Ein unruhiger Schlaf oder Schlafstörungen können das Qi und das Blut weiter schwächen und die Konzentration und emotionale Regulation beeinträchtigen. Verdauungsprobleme, wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, deuten oft auf eine schwache Milz hin, die, wie bereits erwähnt, eine zentrale Rolle für die allgemeine Energie und das Wohlbefinden spielt.
Wenn die Verdauung nicht optimal funktioniert, können sich im Körper auch Feuchtigkeit und Schleim ansammeln. Diese können den Fluss von Qi blockieren und zu einem Gefühl von Schwere, Benommenheit und geistiger Trägheit führen. Die TCM legt daher grossen Wert darauf, die Verdauung zu stärken und die Ausscheidung von unerwünschten Substanzen zu fördern.
Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Ursachen für Schlafstörungen und Verdauungsprobleme zu identifizieren und zu beheben. Dies kann durch eine Kombination aus Kräutern, Akupunktur, Ernährungsberatung und Lebensstiländerungen geschehen, um einen erholsamen Schlaf und eine effiziente Verdauung zu fördern.
TCM-Diagnostik und individuelle Behandlungspläne
Die Kunst der Differentialdiagnostik in der TCM
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist es unerlässlich, dass wir uns nicht nur auf das Sammeln von Rezepturen oder Akupunkturpunkten konzentrieren. Viel wichtiger ist es, die Ursache eines Ungleichgewichts genau zu erkennen. Das ist die wahre Kunst der Differentialdiagnostik. Wir schauen uns das gesamte energetische Bild an, um zu verstehen, was im Körper vor sich geht. Nur so können wir Behandlungen entwickeln, die wirklich langfristig wirken und auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
TCM Mindmapping für ein klares energetisches Bild
Stell dir das TCM Mindmapping wie eine Landkarte deines Körpers vor. Es hilft uns, die komplexen Zusammenhänge zwischen verschiedenen Symptomen und energetischen Mustern zu verstehen. Wir zeichnen auf, wie sich Energien (Qi) und Blut bewegen, wo es Stagnationen gibt oder wo etwas fehlt. Dieses visuelle Werkzeug ist entscheidend, um ein klares Bild davon zu bekommen, was deine Beschwerden verursacht. Es ist wie das Zusammensetzen eines Puzzles, bei dem jedes Teil wichtig ist, um das Gesamtbild zu sehen.
Wie Puls- und Zungendiagnostik helfen
Puls und Zunge sind für uns TCM-Praktizierende wie Wächter, die uns wertvolle Informationen liefern. Dein Puls kann uns viel über den Zustand deines Qi und Blutes erzählen – ist er stark oder schwach, schnell oder langsam, tief oder oberflächlich? Ähnlich gibt uns die Zunge Aufschluss über den Zustand deiner inneren Organe und die Art von Ungleichgewichten, die vorliegen. Die Farbe, Form und Beschaffenheit der Zunge, sowie die Qualität des Pulses, sind für uns wie ein offenes Buch. Sie helfen uns, deine individuelle energetische Signatur zu entschlüsseln und darauf aufbauend einen massgeschneiderten Behandlungsplan zu erstellen.
Die genaue Diagnose ist das A und O in der TCM. Ohne sie laufen wir Gefahr, Symptome zu behandeln, anstatt die Wurzel des Problems anzugehen. Ein präzises energetisches Bild führt zu einer einfachen und wirksamen Behandlung, während eine ungenaue Diagnose zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.
Praktische TCM-Anwendungen im Alltag
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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet weit mehr als nur Akupunktur und Kräuter. Sie ist ein ganzheitliches System, das uns lehrt, wie wir durch alltägliche Gewohnheiten unser Wohlbefinden stärken und energetische Ungleichgewichte ausgleichen können. Gerade bei neurodivergenten Zuständen können diese praktischen Anwendungen eine wertvolle Unterstützung im täglichen Leben darstellen. Es geht darum, kleine, aber wirkungsvolle Anpassungen vorzunehmen, die Ihnen helfen, mehr Harmonie und Ausgeglichenheit zu finden.
Ernährungsempfehlungen nach TCM für Neurodivergenz
Die TCM betrachtet Nahrung nicht nur als Mittel zur Sättigung, sondern als Medizin, die direkten Einfluss auf unser Qi, unser Blut und unsere Organfunktionen hat. Für Menschen mit ADHS, Autismus oder anderen Formen der Neurodivergenz ist eine angepasste Ernährung oft ein Schlüssel zur Stabilisierung. Wir legen Wert auf leicht verdauliche, nährende Speisen, die das Verdauungssystem (Milz und Magen nach TCM) stärken. Dies hilft, Feuchtigkeit und Hitze im Körper zu reduzieren, die oft mit Unruhe, Reizbarkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten verbunden sind.
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Stärken Sie die Milz: Bevorzugen Sie gekochte, warme Speisen wie Suppen, Eintöpfe und gedünstetes Gemüse. Getreide wie Reis, Hirse und Hafer sind gut verträglich. Vermeiden Sie zu viele rohe, kalte oder stark verarbeitete Lebensmittel, da diese die Milz schwächen können.
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Ausgleich von Hitze und Feuchtigkeit: Reduzieren Sie den Konsum von scharfen, frittierten und zuckerhaltigen Speisen. Auch Milchprodukte und zu viel Fett können die Entstehung von Feuchtigkeit fördern.
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Regelmässige Mahlzeiten: Essen Sie zu festen Zeiten und vermeiden Sie grosse Mahlzeiten spät am Abend. Dies unterstützt den natürlichen Rhythmus des Körpers.
Bewegung und Lebensstil im Einklang mit der TCM
Ein ausgewogener Lebensstil ist in der TCM von grosser Bedeutung. Für neurodivergente Menschen kann dies bedeuten, Routinen zu finden, die sowohl Struktur als auch Flexibilität bieten. Sanfte Bewegung, die den Energiefluss fördert, ohne zu überfordern, ist ideal.
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Qi Gong und Tai Chi: Diese langsamen, fliessenden Bewegungsformen sind hervorragend geeignet, um das Qi zu harmonisieren, den Geist zu beruhigen und die Körperwahrnehmung zu schärfen. Sie fördern die Konzentration und reduzieren Stress.
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Spaziergänge in der Natur: Regelmässige Aufenthalte im Freien, besonders in grünen Umgebungen, können das Leber-Qi ausgleichen und beruhigend wirken.
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Achtsamkeit und Pausen: Integrieren Sie bewusste Pausen in Ihren Tag. Achtsamkeitsübungen oder kurze Meditationen können helfen, Überstimulation zu reduzieren und den Geist zu zentrieren.
Die Rolle von Schlaf und Verdauung in der TCM
Schlaf und Verdauung sind zwei Säulen der Gesundheit in der TCM. Bei neurodivergenten Zuständen sind diese Bereiche oft beeinträchtigt und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit.
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Schlafhygiene: Eine feste Schlafenszeit, eine ruhige Schlafumgebung und das Vermeiden von Bildschirmen vor dem Zubettgehen sind wichtig. Gemäss TCM hilft eine beruhigte Leber und ein gestärkter Nieren-Yin, einen tiefen und erholsamen Schlaf zu finden.
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Verdauungsförderung: Achten Sie auf Anzeichen von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder unregelmässigem Stuhlgang. Eine gestärkte Milz und ein harmonisiertes Magen-Qi sind hierfür entscheidend. Dies kann durch die oben genannten Ernährungsempfehlungen unterstützt werden.
Diese praktischen Anwendungen sind keine schnellen Lösungen, sondern Wegweiser zu einem ausgeglicheneren Leben. Sie laden Sie ein, auf die Signale Ihres Körpers zu hören und durch bewusste Entscheidungen im Alltag mehr Harmonie zu schaffen.
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Ein Blick nach vorn
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um die komplexen Muster von ADHS, Autismus und anderen neurodivergenten Zuständen besser zu verstehen und zu unterstützen. Anstatt nur Symptome zu behandeln, schaut die TCM auf das gesamte energetische Gleichgewicht des Körpers. Durch die Anwendung von Methoden wie Akupunktur, Kräuterheilkunde und spezifischen Körpertherapien können wir Wege finden, das Wohlbefinden zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern. Es ist ein Weg, der Geduld und ein offenes Herz erfordert, aber die Möglichkeit, Menschen mit Neurodivergenz auf ihrem individuellen Weg zu begleiten, ist eine Bereicherung.
Häufig gestellte Fragen
Was genau versteht die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) unter Neurodivergenz?
Aus Sicht der TCM gibt es keine festen Kategorien wie ADHS oder Autismus. Stattdessen schaut man auf das energetische Gleichgewicht im Körper. Wenn zum Beispiel das Qi (die Lebensenergie) oder das Blut nicht richtig fliessen, kann das zu verschiedenen Symptomen führen, die wir heute als Neurodivergenz bezeichnen würden. Es geht darum, ob etwas im Körper zu viel oder zu wenig ist, oder ob es blockiert ist. So kann man die Ursachen für die unterschiedlichen Verhaltensweisen und Empfindungen besser verstehen.
Wie kann die TCM bei ADHS helfen, den Geist zu beruhigen?
Bei ADHS kann es sein, dass das Herz-Feuer zu stark ist oder die Nierenenergie schwach ist. Das führt oft zu Unruhe und einem «polternden» Geist. Die TCM nutzt Kräuter und Akupunktur, um diese Energien wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Stell dir vor, du möchtest ein zu heisses Feuer löschen – die TCM gibt dir dafür die richtigen Mittel, damit der Geist ruhiger wird und du dich besser konzentrieren kannst.
Welche Rolle spielen Ernährung und Lebensstil gemäss TCM bei Autismus-Spektrum-Störungen?
Die TCM legt grossen Wert darauf, was du isst und wie du lebst. Bei Autismus-Spektrum-Störungen achtet man besonders auf die Verdauung und darauf, ob sich Feuchtigkeit oder Schleim im Körper ansammelt. Bestimmte Nahrungsmittel können das verschlimmern. Eine angepasste Ernährung, die auf deine persönliche Energie abgestimmt ist, hilft dem Körper, sich zu reinigen und das Nervensystem zu stärken. Auch ein geregelter Tagesablauf und genügend Schlaf sind wichtig.
Kann die TCM auch bei Lernschwierigkeiten oder Problemen mit sensorischen Empfindungen unterstützen?
Ja, absolut! Lernschwierigkeiten können in der TCM oft mit einem Mangel an Qi oder Blut in Verbindung gebracht werden, besonders im Bereich des Gehirns. Sensorische Überempfindlichkeiten können entstehen, wenn das Immunsystem zu stark reagiert oder wenn bestimmte Energien im Körper nicht richtig fliessen. Die TCM kann mit Kräutern und Akupunktur helfen, diese Ungleichgewichte zu korrigieren und so das Lernen zu erleichtern und die Reizverarbeitung zu verbessern.
Wie findet ein TCM-Therapeut heraus, was genau behandelt werden muss?
Das ist das Spannende an der TCM! Wir schauen uns nicht nur die Symptome an, sondern das ganze Bild. Das nennt man Differentialdiagnostik. Wir betrachten deine Zunge, fühlen deinen Puls und fragen dich genau aus. Mit Methoden wie dem TCM Mindmapping erstellen wir eine Art energetische Landkarte deines Körpers. So erkennen wir die genaue Ursache deiner Beschwerden und können einen ganz persönlichen Behandlungsplan erstellen, der genau auf dich zugeschnitten ist.
Gibt es einfache TCM-Tipps für den Alltag, um das Wohlbefinden bei Neurodivergenz zu fördern?
Auf jeden Fall! Schon kleine Dinge können einen grossen Unterschied machen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung, die zu dir passt – vermeide zum Beispiel zu viele kalte oder rohe Lebensmittel, wenn deine Verdauung eher schwach ist. Regelmässige, sanfte Bewegung wie Spaziergänge oder Tai Chi tut gut. Auch Akupressur an bestimmten Punkten, zum Beispiel am Handgelenk oder zwischen den Augenbrauen, kann helfen, dich zu beruhigen oder zu zentrieren. Und vergiss nicht, dir bewusst Zeit für Entspannung und Selbstpflege zu nehmen.



